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Hintergrund: Die Ergebnisse des Euro-Gipfels

von dpa Quelle: Handelsblatt Online

Das zweite Hilfspakte für Griechenland ist auf den Weg gebracht. Hier die Abschlusserklärung in Stichpunkten.

Griechenlands Premierminister Quelle: dpa
Griechenlands Premierminister Giorgos Papandreou, der Präsident des Europäischen Rates Herman Van Rompuy und der Präsident der Europäischen Kommission José Manuel Barroso in Brüssel Quelle: dpa

Die 17 Chefs der Euroländer einigten sich beim Krisengipfel in Brüssel auf eine gemeinsame Strategie zur Rettung Griechenlands und zur Stabilisierung der gesamten Eurozone. Das zweite Hilfspaket wird Athen 109 Milliarden Euro an frischem Geld bringen.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel konnte zudem die Beteiligung des privaten Sektors durchsetzen - der Beitrag der Banken wird mit weiteren 37 Milliarden Euro angegeben. Die Pläne der EU-Kommission sollen weiterverfolgt werden, eine europäische Ratingagentur gegen die Macht der bislang amerikanisch dominierten Agenturen zu etablieren.

Die Abschlusserklärung umfasst folgende Punkte:

NEUE KREDITE: Griechenland soll vom europäischen Krisenfonds für wackelnde Eurostaaten (EFSF) Kredite zu niedrigen Zinssätzen von rund 3,5 Prozent bekommen. Die Laufzeiten der Kredite sollen von bisher siebeneinhalb Jahren auf 15 bis 30 Jahre gestreckt werden. Ein umfangreiches Wachstums- und Investitionsprogramm soll Griechenland in Zusammenarbeit mit der EU-Kommission wieder auf die Beine bringen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) wird angehalten, sich am Hilfsprogramm zu beteiligen. Auch die Laufzeiten der Kredite aus dem bereits existierenden Rettungsprogramm von 2010 sollen deutlich verlängert werden.

EINBEZIEHUNG VON BANKEN: Der Finanzsektor wird sich auf freiwilliger Basis mit einer Reihe von Optionen an der Rettung Griechenlands beteiligen. Der Nettobeitrag der Banken soll bei 37 Milliarden Euro liegen - für die Zeit von jetzt bis 2014. Zusätzlich wird ein Betrag von 12,6 Milliarden Euro genannt für ein Schuldenrückkaufprogramm. Legt man den Zeitraum von 2011 bis 2019 zugrunde, beträgt der Nettobeitrag des privaten Sektors laut Abschlusserklärung 106 Milliarden Euro.

NEUE AUFGABEN FÜR KRISENFONDS: Der EFSF-Fonds bekommt neue Aufgaben. Er kann künftig zum Ankauf von Staatsanleihen genutzt werden - aber unter strikten Bedingungen. Zudem soll der Rettungsfonds vorbeugende Programme für Wackelkandidaten im Eurogebiet auflegen dürfen. Der EFSF wird nicht aufgestockt.

IRLAND/PORTUGAL: Auch für Portugal und Irland, die ebenfalls von milliardenschweren Hilfsprogramm der Partner profitieren, sollen die Ausleihbedingungen des EFSF gelten.

BUDGETDEFIZITE: EU-weit sollen Budgetdefizite bis 2013 möglichst auf unter drei Prozent gedrückt werden. Das Sparpaket Italiens, mit dem dies bis 2012 erreicht werden soll, fand lobende Worte. Ebenso wurden die Reformanstrengungen von Spanien begrüßt.

BANKEN-STRESSTESTS: Für durchgefallene Banken sollen die Euro-Länder entsprechende Auffangmaßnahmen bereitstellen.

WIRTSCHAFTLICHE KOORDINATION: Bei der geplanten Wirtschaftsregierung machen die Staats- und Regierungschefs Druck: Die seit Anfang Juli amtierende polnische EU-Präsidentschaft hat den Auftrag, die festgefahrenen Verhandlungen mit dem Europäischen Parlament voranzubringen.

RATING-AGENTUREN: Die Regierungschefs sind sich einig, dass die Macht der Rating-Agenturen eingedämmt werden muss. Vorschläge der Kommission zum Umgang mit den Agenturen werden erwartet. Außerdem wollen die Europäer eine eigene international bedeutende Ratingagentur etablieren.

KRISENMANAGEMENT: In der Eurozone soll das Krisenmanagement verbessert werden. Bis Oktober sollen EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy, Kommissionspräsident José Manuel Barroso und der Vorsitzenden der Eurogruppe, Jean-Claude Juncker, konkrete Vorschläge machen.

13 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 24.07.2011, 18:34 UhrWegweiser

    Über die Saldierung aller Euroländer-Leistungsbilanzen seit 13 Jahren wird natürlich in dieser Meldung kein Wort verloren, nicht nur das budget-Defizit des Staates spielt ein Rolle, nein, auch die private Verschuldung von privaten Haushalten und Unternehmen stellt für eine Volkswirtschaft eine große Gefahr dar. Handelsbilanzen, Leistungsbilanzen, Kaptialbilanzen, Dienstleistungsbilanzen und zum Schluß die Zahlungsbilanz (im Europool versenkt) sind die wichtigsten indikatoren, die zu beachten sind. Doch leider spielt in brüssel und in berlin die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, die Kreislaufanalysen, keinerlei Rolle, damit das Projekt EU und das Projekt Euro nicht hinterfragt werden. Warum woll? Damit Deutschland indirekt (Leistungsbilanzsaldierung, fehlende Aufwertungsgewinne) und direkt (Fonds, EbZ-Hilfen, zukünftige Marshallpläne und EU-Steuererhebung im inland, bankenhilfen) weiter kräftig zur Kasse gebeten werden kann, die bürger sollten langsam endlich aufwachen, denn den Politikern ist auf diesem Gebiet bezüglich ihrer Aussagen nicht mehr zu trauen.

  • 24.07.2011, 17:58 UhrSuper-Angie

    Die Gb-US-Hedgefonds lauern auf ihre Chance mittels CDS wie George Fourman gegen Muhamed Ali einst--mit einem Schlag--das Freß-b-rett zerschmetterte--dannach wird Super Angie + ihre kriminellen Krämerseelen nur noch dement mit windeln im Hosenanzug zu ihren Flucht-Fliegern flüchten.

    Drücken wir den US-Hedgefonds die Daumen

    obwohl ich kein US-Freund bin --aber diese EU muß weg- +andere Parteien müssen her-egal wie auch wenn es einen total Reset geben sollte .Nur noch Landesverräter wo man hinschaut in allen Parteien.

    www.pigbonds.info

  • 24.07.2011, 17:49 UhrSuper-Angie

    wie lange wird Merkel den Ruhe haben ?

    1 Monat
    2 Monate
    3 Monate

    die CDS sind ja nicht verschwunden--stehen im Raum--können jederzeit aktiviert werden bei Defoult SP oder iTALY

    was Merkel erreicht hat-- eine " Spiel-Pause "

    wenn das Spiel mit iTALY weitergeht wird das Deutschand nicht mehr finanzieren können--da hilft kein Rettungsschirm mehr.

    Mal schaun wie die Super-Angie dann grinsen wird.

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