Historischer Besuch: US-Präsident Obama in Kuba eingetroffen

Historischer Besuch: US-Präsident Obama in Kuba eingetroffen

, aktualisiert 20. März 2016, 21:14 Uhr
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Wenige Stunden vor dem Eintreffen des US-Präsidenten sind dutzende Regierungsgegnerinnen festgenommen worden.

Quelle:Handelsblatt Online

Als erster US-Präsident seit der kubanischen Revolution von 1959 ist Barack Obama im sozialistischen Havanna eingetroffen. Hunderte Dissidenten wurden im Vorfeld des Besuchs kurzzeitig festgenommen.

Havanna Historischer Besuch: Als erster US-Präsident seit der Revolution von 1959 ist Barack Obama im sozialistischen Kuba eingetroffen. Obama landete am Sonntag in der Hauptstadt Havanna, wo er mit Staatschef Raúl Castro über eine weitere Vertiefung des Annäherungsprozesses der langjährigen Erzfeinde sprechen will.

Ende 2014 hatten Präsident Obama und Raúl Castro ein Ende der Eiszeit vereinbart, die diplomatischen Beziehungen wurden 2015 wieder vollständig aufgenommen, das US-Handelsembargo gelockert, etwa im Finanzbereich und für direkte Fährverbindungen. Seit wenigen Tagen gibt es auch wieder einen direkten Postverkehr.

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Am Sonntagabend (Ortszeit) wollten Obama und Ehefrau Michelle einen Rundgang durch die berühmte Altstadt Havannas machen.

Kuba fordert als nächsten Schritt eine vollständige Aufhebung des US-Handelsembargos und eine Rückgabe des seit 1903 unter US-Kontrolle stehenden Stützpunktes Guántanamo. Vor Obama war überhaupt erst ein US-Präsident dort, 1928 Calvin Coolidge.

Wenige Stunden vor dem Eintreffen des US-Präsidenten sind dutzende Regierungsgegnerinnen festgenommen worden. Die von einigen Unterstützern begleiteten Aktivistinnen der Bewegung Damen in Weiß wurden am Sonntag nach einer Protestkundgebung in Havanna in Gewahrsam genommen. Bei dem Marsch in der Nähe einer Kirche forderten sie mehr Achtung für die Menschenrechte in Kuba.

Wie jeden Sonntag, wenn die Damen in Weiß ihren Marsch abhalten, wurden die meisten von ihnen am Ende der Kundgebung von Polizisten abgeführt und weg gefahren, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Die Polizei wollte sich nicht zu den Gründen der Festnahmen äußern. Normalerweise kommen die Aktivisten, die nach dieser regelmäßigen Veranstaltung festgenommen werden, einige Stunden später wieder frei.

Es wird damit gerechnet, dass Obama auch die weiter schwierige Menschenrechtslage in Kuba ansprechen wird. Castro verfolgt eine vorsichtige Öffnungspolitik. Ein Treffen Obamas mit Rauls Bruder und Revolutionsführer Fidel (89) war nicht geplant.

Fidel befeuerte die Feindschaft zu den USA, die Sowjetunion wurde zum wichtigsten Verbündeten - die Stationierung sowjetischer Atomraketen brachte die Welt 1962 an den Rand des Atomkriegs.

Quelle:  Handelsblatt Online
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