HWWI-Chef Straubhaar: "Was wir brauchen,
ist ein fiskalpolitisches Ebenbild der EZB"

exklusivHWWI-Chef Straubhaar: "Was wir brauchen,
ist ein fiskalpolitisches Ebenbild der EZB"

von Konrad Handschuch

Der Chef des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) Thomas Straubhaar rät zu Zuversicht in der Euro-Krise und schlägt die Gründung eines EU-Finanzrates vor.

"Nach den klugen Beschlüssen des EU-Krisengipfels bin ich gelassener denn je, dass wir den Euro auch noch in 10 oder 20 Jahren haben werden, und meine Prognose ist, er wird dann eher mehr als 17 Mitglieder haben als weniger", sagt Straubhaar in der WirtschaftsWoche.

Nach dem Schuldenschnitt und der Hebelung der Rettungsschirme sei die Refinanzierung überschuldeter Euro-Länder gesichert. "Damit kann man zur Normalität zurückkehren." Voraussetzung dafür sei allerdings, den Einfluss der Ratingagenturen massiv zu beschneiden, fordert der HWWI-Chef. Diese würden "viel Unsicherheit" in den Markt bringen. "Das könnten die Regulierungsbehörden sehr schnell unterbinden, indem sie die Urteile der Ratingagenturen zu unverbindlichen Urteilen herabstufen, auf die hören mag, wer wirklich noch daran glaubt, dass er damit eine Information erhält, die er vorher so nicht kannte."

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Stattdessen schlägt Straubhaar vor, einen EU-Finanzrat einzurichten: "Was wir allerdings nun stärker denn je benötigen, ist ein fiskalpolitisches Ebenbild der EZB, also so etwas wie ein europäischer Fiskalrat oder ein europäischer Finanzkommissar, der für die EFSF und später den ESM zuständig ist und die Kompetenz hat, gemeinsame fiskalpolitische Ziele durchzusetzen." Europa müsse als nächsten Schritt eine Fiskalunion anstreben. Straubhaar: "Das ist ein zwangsläufiger nächster Schritt der Brüsseler Beschlüsse."

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