IAEA-Bericht: Iran hält sich an Vorschriften des Atom-Deals

IAEA-Bericht: Iran hält sich an Vorschriften des Atom-Deals

, aktualisiert 13. November 2017, 18:07 Uhr
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Die Internationale Atomenergiebehörde bescheinigt dem Iran weiterhin, sich an das Abkommen zu halten.

Quelle:Handelsblatt Online

Schon seit dem US-Wahlkampf poltert US-Präsident Trump gegen das Atomabkommen mit dem Iran. Die Internationale Atomenergiebehörde bescheinigt dem Land jedoch weiterhin, sich an das Abkommen zu halten.

WienDer Iran erfüllt nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) weiterhin die Vereinbarungen aus dem Atomabkommen. Die Bestände von niedrig angereichertem Uran liegen mit knapp 97 Kilogramm deutlich unter der erlaubten Menge von 300 Kilogramm, hieß es in einem Bericht am Montag, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Hoch angereichertes Uran kann zum Bau von Atombomben verwendet werden. Der Iran habe auch seine Verpflichtungen bezüglich der Herstellung von Schwerwasser eingehalten. Dies wird in Reaktoren verwendet, die atomwaffenfähiges Plutonium herstellen können. Zudem haben IAEA-Mitarbeiter dem Bericht zufolge problemlos Zugang zu allen relevanten Orten erhalten.

US-Präsident Donald Trump ist einer der größten Kritiker des Abkommens. Er hatte kürzlich gedroht, einen härteren Kurs gegenüber dem Iran zu fahren. Trump verweigerte dem Iran die Bestätigung, dass das Land die Vereinbarungen aus dem Abkommen mit der Weltgemeinschaft einhält. Die anderen Regierungs- und Staatschefs, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), stehen weiter hinter dem Deal. Der Iran hatte mehrfach betont, an dem Deal trotz der Angriffe aus den USA festhalten zu wollen.

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Der Iran hatte Mitte Juli 2015 das Atomabkommen mit den fünf UN-Veto-Mächten - USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien - sowie Deutschland geschlossen. Anfang 2016 trat es in Kraft. Das Abkommen sieht vor, dass der Iran für mindestens ein Jahrzehnt wesentliche Teile seines Atomprogramms drastisch beschränkt, um keine Atomwaffe bauen zu können. Dafür wurde die Normalisierung der Wirtschaftsbeziehungen in Aussicht gestellt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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