Industriepark Kaesong: Nordkorea sperrt südkoreanische Arbeiter aus

Industriepark Kaesong: Nordkorea sperrt südkoreanische Arbeiter aus

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Südkoreanische Trucks drehen um, als ihnen der Zugang zu Kaesong verwehrt wird.

Nordkorea verweigert den Südkoreanern den Zugang zur Sonderwirtschaftszone Kaesong, die von beiden Staaten gemeinsam betrieben wird. Kaesong generiert rund zwei Milliarden Dollar an grenzüberschreitendem Handel und 80 Millionen Dollar an Löhnen, die direkt an die Regierung fließen.

Der Konflikt auf der koreanischen Halbinsel spitzt sich zu. Nordkorea unterrichtete Südkorea am Mittwoch davon, die Einreise südkoreanischer Pendler in den gemeinsamen Industriekomplex in Kaesong an der Grenze zu verbieten. Das teilte ein Sprecher des Vereinigungsministeriums in Seoul mit. Er rief das kommunistische Nachbarland auf, das Verbot unverzüglich aufzuheben.

Die nordkoreanische Seite erlaubte nur die Ausreise von Südkoreanern, die sich bereits in dem Komplex in Nordkorea aufgehalten hatten. Ob Nordkorea mit dem Schritt den Industriepark, wie zuvor angedroht, komplett schließen will, war zunächst unklar. Nach Angaben des Vereinigungsministeriums befanden sich mehr als 860 Südkoreaner in dem Komplex.

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Die Lage auf koreanischen Halbinsel ist seit dem dritten Atomtest in Nordkorea im Februar äußerst gespannt. Das Regime in Pjöngjang hatte am vergangenen Samstag den „Kriegszustand“ im Verhältnis zu Südkorea erklärt. Zudem hatte ein Sprecher des Industriekomplexes in Kaesong dem Süden vorgeworfen, „ernsthaft unsere Würde“ zu verletzen. Südkorea würde behaupten, dass Nordkorea die Einrichtung nur betreibe, weil diese eine Devisenquelle für das Land sei. Der Komplex, in dem mehr als 50.000 Nordkoreaner für 123 südkoreanische Unternehmen arbeiten, ist das einzige noch betriebene wirtschaftliche Kooperationsprojekt zwischen beiden Ländern. Kaesong generiert rund zwei Milliarden Dollar an grenzüberschreitendem Handel und 80 Millionen Dollar an Löhnen, die direkt an die Regierung fließen. Bisher ist die Sonderwirtschaftszone selten in die Konflikte auf der koreanischen Halbinsel hineingezogen worden.

Kriegsdrohungen "Situation in Nordkorea ist heikel und schwierig"

Nordkorea lässt seine Atom-Muskeln spielen, während die USA Stärke demonstriert und Kampfflugzeuge sowie einen Zerstörer in die Konfliktregion schickt. China ruft dagegen zum Dialog auf.

US-Außenminister Kerry sagte nach einem Gespräch mit seinem südkoreanischen Amtskollegen Yun Byung Se am Dienstag in Washington, die USA seien bereit, „sich selbst und Südkorea“ zu verteidigen. Die nordkoreanische Kriegsrhetorik sei provokativ und gefährlich. Kerry rief Nordkorea auf, im Streit um sein Atomprogramm an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Nur so könne sich das kommunistische Regime aus seiner internationalen Isolation befreien. Ein Neustart eines vor Jahren abgeschalteten Kernreaktors in Nordkorea wäre eine klare Verletzung internationaler Vereinbarungen, fügte Kerry mit Blick auf eine entsprechende Ankündigung Pjöngjangs hinzu.

Kurz zuvor hatte das Pentagon offiziell die Entsendung zweier Kriegsschiffe in den West-Pazifik bekanntgegeben, um die Raketenabwehr in der Region zu stärken. Es handele sich um die beiden Schiffe „Decatur“ und „McCain“, sagte Pentagonsprecher George Little. Ihre Aufgabe sei es, die Raketenabwehr in der Region zu stärken. Am Montag hatten US-Sender die Entsendung eines Zerstörers gemeldet.

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