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Inflation/Deflation: "Inflationsbefürchtungen sind Hysterie"

von Jan Mallien

Was Experten für die Konjunktur, die Verbraucherpreise und den Euro erwarten.

Kai Carstensen Quelle: REUTERS
Kai Carstensen Quelle: REUTERS

WirtschaftsWoche: Welche Auswirkungen haben die europaweiten Sparprogramme für die Realwirtschaft?

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Kai Carstensen: Die Bremswirkungen der Sparpakete werden spürbar sein - und können in Einzelfällen Rezessionen hervorrufen. Deutschland steht aber vergleichsweise gut da, weil es vom Export nach Asien besonders profitiert.

Wie entwickeln sich die Verbraucherpreise in den nächsten drei bis fünf Jahren?

Die Zinspolitik der EZB orientiert sich am Durchschnitt des Euro-Raums. Aus deutscher Sicht niedrige Zinsen stimulieren die Konjunktur – etwas höhere Inflationsraten zwischen zwei und drei Prozent sind denkbar.

Wie geht es mit dem Euro weiter - wo steht er in 6, 12 und 24 Monaten?

Konzentrieren sich die Finanzmärkte auf die Schuldenprobleme der Euro-Länder, ist eine Abwertung plausibel. Rücken die strukturellen Probleme der USA in den Fokus, ist die entgegengesetzte Entwicklung möglich.

7 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 04.06.2010, 12:16 UhrAnonymer Benutzer: Nostradamus

    Sitze gerade gemütlich im Höllenfeuer und studiere die WiWo. Habe soeben meinen Schonkaffee ausgetrunken und sage Euch aus dem verbliebenen Kaffeesatz die Zukunft voraus.
    1. Die inflationsrate wird sich verändern.
    2. Der Euro wird seinen Wechselkurs zum Dollar ändern.
    3. Die Arbeitslosenzahlen werden nicht gleich bleiben.
    4. Die Wirtschaftsdaten werden beachtung finden.
    5. Früher oder später gebt ihr alle den Löffel ab.
    Wir sehen uns in der Hölle.

  • 04.06.2010, 11:14 UhrAnonymer Benutzer: Joker

    Was soll Herr Carstensen auch anderes sagen. Außer: "Alles Hyserie"
    ich denke wenn wirklich eine inflation auf uns zu kommt, dann würde uns die Politik frühzeitig informieren, damit der normale bürger Vorbereitungen trefen kann. So viel Führsorge gab es doch immer :-)

  • 03.06.2010, 12:18 UhrAnonymer Benutzer: Messer der Gleichheit

    Der Euro wurde die letzten zehn Jahre international vor allem als Fortführung der geschätzten DM gesehen und war entsprechend erfolgreich. Mittlerweile ist dank der PiiGS klar geworden, dass diese Sichtweise falsch war und der Euro von seiner inneren Stärke in keinster Weise mit der DM vergleichbar ist. Die Folge, der Nimbus des Euros ist zerstört und wird sich wohl auch nie mehr wieder herstellen lassen. Auch wird in der Welt mehr und mehr wahrgenommen, dass der Euro, wie die EU, vor allem dazu dient, Deutschland als Zahlmeister (Stichwort Versailler Vertrag 2.0) für die wirtschaftstkranken Faulenzer- und Abzockerstaaten der EU Frankreich incl., finanziell bluten zu lassen. Dies ist für einen Anleger kaum ein Anreiz hier langfristig seinen Vorteil zu suchen. Nein, er wird vorzugsweise die Risikin eines solchen Konstruktes sehen. Hinzu kommt, man mag es ja durchaus verurteilen, aber letztlich weiß jeder die USA stehen im Zweifel auch militärisch für ihren Dollar ein. Kann sich das auch jemand für den Euro vorstellen? Wohl kaum! Wenn ein Fondmanager im internationalen Raum nun einige Dutzend Milliarden anzulegen hat, wofür entscheidet er sich also. Und wo genau sehen unsere Traumtänzer in Wirtschaft und Politik nun die vermeintliche Stärke der undemokratischen Kunstwährung Euro?

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