Internationaler Umweltschutz: Deutschland soll Weltklimakonferenz 2017 ausrichten

Internationaler Umweltschutz: Deutschland soll Weltklimakonferenz 2017 ausrichten

, aktualisiert 16. November 2016, 20:25 Uhr
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Die deutsche Umweltministerin Barbara Hendricks bei der Veranstaltung in Marokko.

Quelle:Handelsblatt Online

Bonn soll Austragungsort der nächsten Weltklimakonferenz werden. Über den Vorschlag wird nun bei der laufenden Klimakonferenz in Marrakesch abgestimmt. Auf dem Gastgeber lastet traditionell ein besonderer Erfolgsdruck.

Marrakesch/BerlinDie nächste Weltklimakonferenz Ende 2017 soll in Bonn ausgetragen werden. Ein entsprechender Vorschlag werde bei der laufenden Klimakonferenz in Marrakesch zur Abstimmung gestellt, sagten Delegationsvertreter am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Die Präsidentschaft werden allerdings – wie seit längerem festgelegt – die Fidschi-Inseln innehaben. Wegen der Dimension der Konferenz mit rund 200 Staaten werde nun aber Bonn als Austragungsort gewählt. Dort befindet sich bereits das Weltklimasekretariat der Uno.

Die jährliche Weltklimakonferenz würde kurz nach der Bundestagswahl und möglicherweise noch während der Verhandlungen über eine Koalition stattfinden. Auf dem Gastgeber liegt Erfolgsdruck und die Erwartung, beim Klimaschutz voranzugehen.

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Deutschland kündigte in Marrakesch an, dass es weitere 50 Millionen Euro zum sogenannten Anpassungsfonds beisteuern werde. Davon profitieren vor allem diejenigen Menschen, die in Gebieten leben, die der Klimawandel besonders verändern kann. Der Anpassungsfonds finanziert unter anderem Maßnahmen zum Hochwasserschutz oder die Umstellung auf neue Anbau- und Bewässerungsmethoden in der Landwirtschaft, die dem Klimawandel Stand halten.

Deutschland ist bereits mit bislang 140 Millionen Euro größter Geber des Fonds. Weitere 40 Millionen Euro will Deutschland für ein Versicherungsprojekt zur Verfügung stellen, mit dem besonders betroffene Regionen und Menschen gegen Folgen des Klimawandels wie Dürren und Hochwasser versichern können.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks appellierte in Marrakesch an die Staatengemeinschaft, dem Weltklimavertrag von Paris aus dem vergangenen Jahr Taten folgen zu lassen. Es gehe nun darum, die Beschlüsse umzusetzen. In Paris war vereinbart worden, die Erderwärmung auf maximal zwei Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit zu begrenzen. Alle fünf Jahre sollen die Fortschritte der einzelnen Staaten im Kampf gegen den Treibhausgas-Ausstoß überprüft und verschärft werden.

Quelle:  Handelsblatt Online
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