Irlands Außenminister: "Es bleibt viel zu tun"

Irlands Außenminister: "Es bleibt viel zu tun"

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Eamon Gilmore

von Yvonne Esterházy

Irland soll Staatsbeteiligungen verkaufen und mit den Erlösen Schulden abbezahlen - das fordert der IWF. Außen- und Handelsminister Eamon Gilmore hat mit dem Geld Besseres vor.

WirtschaftsWoche: Herr Gilmore, rund 60 Milliarden Euro sind bereits für die Rettung der irischen Banken eingeplant. Reicht das aus – oder werden die Institute noch mehr öffentliche Gelder benötigen, um ihre Bilanzen zu sanieren?

Gilmore: Ich glaube, dass die irischen Banken jetzt über eine ausreichend robuste Kapitalausstattung verfügen. Finanzminister Michael Noonan meinte kürzlich sogar, dass sie zu stark kapitalisiert sein könnten.

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Stimmt es, dass Irland den Euro-Rettungsschirm EFSF in Anspruch nehmen möchte, um auf diese Weise die Kosten des Staates für die Rettung irischer Banken zu reduzieren?

Finanzminister Michael Noonan lotet derzeit Optionen aus, wie man die Zinskosten derinternen Schuldschein-Vereinbarung, die sein Vorgänger mit der Anglo Irish Bank und der Irish Nationwide Building Society getroffen hat, für den irischen Staat verringern könnte. Sein Ministerium führt diesbezüglich mit EU-Vertretern Gespräche auf Beamtenebene. Es bleibt aber abzuwarten, ob die EFSF hier eine Rolle spielen könnte.

Der IWF verlangt, dass Irland Staatsbeteiligungen in Höhe von fünf Milliarden Euro statt der bisher geplanten zwei Milliarden Euro verkauft. Kommen Sie dieser Forderung nach – und was haben Sie mit den Einnahmen vor?

Wir haben uns lediglich dazu verpflichtet, Beteiligungen im Wert von zwei Milliarden Euro zu verkaufen. Es ist bekannt, dass die Troika aus Europäischer Union, IWF und Europäischer Zentralbank möchte, dass wir diese Erlöse zur Schuldentilgung verwenden. Wir sind aber der Ansicht, dass das Geld investiert werden sollte, um das Wachstum in Irland zu fördern und um Arbeitsplätze zu schaffen.

Ab 2013 soll ein permanenter Europäischer Stabilisierungsmechanismus (ESM) gegründet werden, der den vorläufigen Schutzschirm EFSF ablösen soll. Wird hierfür in Irland ein Referendum erforderlich sein?

Nein, das glauben wir nicht.

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