Irrtümliche Abstufung: S&P droht Strafe wegen Frankreich-Panne

Irrtümliche Abstufung: S&P droht Strafe wegen Frankreich-Panne

, aktualisiert 24. November 2011, 18:21 Uhr
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Der französische Finanzminister Francois Baroin drängt auf eine Bestrafung von S&P.

Quelle:Handelsblatt Online

Wegen der irrtümlichen Herabstufung Frankreichs soll die Ratingagentur bestraft werden, fordert der französische Finanzminister Francois Baroin. Ein Fehler dieser Tragweite sei derzeit unverzeihlich.

ParisFrankreichs Regierung dringt auf eine Bestrafung der Ratingagentur S&P für das irrtümliche Herabstufen des Euro-Landes. „In dem gegenwärtigen Umfeld bedeutet dieser Fehler weit mehr als einen Schnitzer“, betonte Finanzminister Francois Baroin am Donnerstag in Paris. Ein Fehler dieser Tragweite sei derzeit unverzeihlich. Standard & Poor's (S&P) hatte Anfang des Monats versehentlich die Spitzenbonität des Landes herabgestuft und wenig später den Irrtum mit einer Computerpanne begründet. Die französische Finanzmarktaufsicht AMF untersucht den Fall bereits. Sie kann eine Strafe oder auch Disziplinarmaßnahmen gegen die Agentur aussprechen, falls sie ein grobes Fehlverhalten feststellen sollte.

Die vermeintliche Herabstufung der französischen Kreditwürdigkeit hatte Ängste vor einer Verschärfung der Schuldenkrise geschürt. Französische Staatsanleihen verbuchten in der Folge herbe Wertverluste. Doch auch Zweifel an der Reformfähigkeit des Landes haben die Refinanzierungskosten zuletzt in die Höhe getrieben. Die beiden anglo-amerikanischen S&P-Konkurrenten Fitch und Moody's haben Frankreich bereits gewarnt, dass es sein „AAA“-Rating im Sog der Schuldenkrise verlieren könne.

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Quelle:  Handelsblatt Online
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