Is und Boko Haram: Zahl der weltweiten Terroropfer steigt massiv

Is und Boko Haram: Zahl der weltweiten Terroropfer steigt massiv

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Die Zahl der Terroropfer in der Welt ist 2014 sprunghaft angestiegen.

Die Attentate von Paris erschüttern. Doch die Hochburgen des Terrors sind Länder wie Irak, Nigeria, Afghanistan. 32000 Terroropfer gab es im letzten Jahr weltweit. Auch die wirtschaftlichen Folgen sind schwindelerregend.

Die Zahl der Terroropfer in der Welt ist 2014 sprunghaft angestiegen. Nach Angaben des in London ansässigen Instituts für Wirtschaft und Frieden kamen im vergangen Jahr über 32.650 Menschen durch Terroranschläge ums Leben. Das seien rund 80 Prozent mehr als im Jahr zuvor - der stärkste Anstieg an Terroropfern, der jemals gemessen wurde.

Auch die wirtschaftlichen Kosten des globalen Terrorismus klettern nach Recherchen des Instituts rasant an: Im vergangenen Jahr hätten sie 53 Milliarden Dollar erreicht - die Kosten lägen damit zehnmal höher als im Jahr 20.000.

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Islamistischer Terror gegen Europäer seit "Charlie Hebdo"

  • 12. November 2015

    Die italienische Polizei deckt ein islamistisches Terrornetz auf. Unter anderem sollen die verhafteten 16 Kurden und ein Kosovare vorgehabt haben, mit Geiselnahmen den in Norwegen inhaftierten Terrorchef Mullah Krekar freizupressen.

  • 31. Oktober 2015

    Über der ägyptischen Halbinsel Sinai stürzt ein Airbus A321 der sibirischen Airline Kolavia mit 224 Passagieren - vor allem russischen Urlaubern - ab. Großbritannien und andere Länder meinen aufgrund von Geheimdienst-Informationen: wegen einer Bombenexplosion. Die Islamistengruppe Ansar Beit al-Makdis („Unterstützer Jerusalems“) behauptet, dafür verantwortlich zu sein.

  • 21. August 2015

    Ein 25-jähriger marokkanischer Islamist wird im Thalys-Schnellzug Brüssel - Paris bei einem Anschlagsversuch mit einer Kalaschnikow von Fahrgästen überwältigt. Zwei Passagiere werden verletzt.

  • 26. Juni 2015

    An einem Hotelstrand in der Nähe der tunesischen Touristenhochburg Sousse erschießt ein 24-jähriger Einheimischer mit Verbindungen zu radikalen Gruppen 38 ausländische Touristen, vor allem Briten.

  • 18. März 2015

    Extremisten erschießen im Bardo-Museum der tunesischen Hauptstadt Tunis 21 Menschen, in der Mehrheit ausländische Touristen. Die Terrormiliz IS bekennt sich zur Tat.

  • 14. Februar 2015

    In Kopenhagen feuert ein arabischstämmiger 22-Jähriger auf ein Kulturcafé, ein Mann stirbt. Der Anschlag gilt vermutlich einem Mohammed-Karikaturisten, der unverletzt bleibt. Vor einer Synagoge erschießt der Attentäter einen Wachmann, bevor er von Polizeikugeln tödlich getroffen wird.

  • 7. Januar 2015

    Beim Attentat auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ werden in Paris zwölf Menschen getötet. Die beiden Täter kommen zwei Tage später bei einer Polizeiaktion ums Leben. Zu dem Anschlag bekennt sich die Terrororganisation Al-Kaida auf der arabischen Halbinsel. Ein mit ihnen bekannter dritter Täter erschießt in Paris parallel dazu eine Polizistin und nimmt in einem jüdischen Supermarkt Geiseln, von denen er vier erschießt, bevor er selbst von der Polizei getötet wird. Er bekennt sich zuvor zur Terrormiliz IS.

Am weitaus meisten vom Terror betroffen seien nicht die westlichen Staaten, sondern Länder die Afghanistan, Irak, Nigeria sowie Pakistan und Syrien, heißt es im sogenannten Globalen Terrorismus-Index, den die Organisation am Dienstag in London veröffentlicht. Am schlimmsten sei die Lage im Irak, allein dort starben im vergangenen Jahr fast 10.000 Terroropfer. Hauptakteure des Terrors seien die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sowie und die in Westafrika operierende Boko Haram. Diese beiden Gruppierungen seien für gut die Hälfte aller Terroropfer verantwortlich.

Diese IS-Führer sucht die USA

  • Abd al-Rahman Mustafa al-Qaduli

    Sieben Millionen Dollar Kopfgeld setzen die USA auf al-Qaduli aus. Er sei ein Stellvertreter von Abu Musab az-Zarqawi gewesen, dem Kopf des IS-Vorgängers „Al-Qaida im Irak“.

  • Abu Mohammed al-Adnani

    Der Syrer, der gebürtig Taha Sobhi Falaha heißt, ist den USA eine Belohnung von fünf Millionen Dollar wert. Er soll einer der IS-Sprecher sein und habe wiederholt zu Angriffen auf die USA und den Westen aufgerufen.

  • Tarkhan Tayumurazovich Batirashvili

    Für Informationen über den Georgier Tarkhan Batirashvili zahlen die USA ebenfalls fünf Millionen Dollar. Er soll der Leiter eines Gefängnisses nahe Raka sein, in dem mehrere westliche Geiseln inhaftiert seien.

  • Tariq Bin-al-Tahar Bin al Falih al-‘Awni al-Harzi

    Drei Millionen Dollar zahlen die USA für den Tunesier al-Harzi. Er gilt als eines der frühen Mitglieder des IS und Anführer einer Armee von Selbstmordattentätern.

Die Ursachen des Terrorismus seien sehr verschieden, meint Steve Killelea, Chef der Organisation. „Im Westen korrelieren sozioökonomische Faktoren wie etwa Jugendarbeitslosigkeit und Drogenkriminalität mit Terrorismus. In Nicht-OECD-Ländern gibt es eine stärkere Beziehung zwischen Terrorismus und andauernden Konflikten, Korruption und Gewalt.“

„Zehn der elf am meisten vom Terrorismus betroffenen Länder haben auch die höchsten Raten an Flüchtlingen und Vertriebenen“, meinte Killelea. Im Westen seien es die „lone wolf attackers“ - Extremisten, die auf eigene Faust zuschlagen - , die für die meisten Toten verantwortlich seien.

Das Institut für Wirtschaft und Frieden bezeichnet sich selbst als eine der weltweit führenden Denkfabriken, die über Frieden und die ökonomischen Vorteile des Friedens nachdenken.

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