Islamischer Staat: Die sieben Geldquellen des IS

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Islamischer Staat: Die sieben Geldquellen des IS

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Abu Bakr al-Baghdadi ist der Anführer des selbsternannten Islamischen Staats.

von Maximilian Nowroth und Léa Steinacker

Der "Islamische Staat" ist die reichste Terrororganisation der Welt. Der IS hat ein Budget von fast zwei Milliarden US-Dollar, um Krieg und Terror zu finanzieren. Das Geld stammt vor allem aus diesen sieben Quellen.

Die Kämpfer der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) haben auf ihren eroberten Gebieten im Osten Syriens und dem Nordwesten von Irak Strukturen, die einem Staat ähneln. Auf dem Territorium, das fast so groß ist wie Großbritannien, leben rund acht Millionen Menschen.

In den vergangenen Jahren hat sich der IS ein professionell organisiertes Finanzierungssystem aufgebaut, das den Terroristen 2015 fast zwei Milliarden Dollar einbringt. Das zeigen aktuelle Studien des Amerikanischen Kongress und der internationalen Financial Action Task Force. Das Geld stammt vor allem aus sieben Quellen.

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Die 7 Geldquellen des IS

1.       Banken: 500 Millionen $

Banken sind die größte Geldquelle für den IS. Sie bringen rund 500 Millionen Dollar. Die Terroristen haben Staatsbanken in ihren militärisch eroberten Gebieten enteignet. Private Banken dürfen weiter Geschäfte machen, werden aber vom IS besteuert. 

2.       Öl und Gas: 450 Millionen $

Mit dem Handel von Öl und Gas verdient der IS rund 450 Millionen Dollar. Die Terroristen produzieren etwa 50.000 Fässer pro Tag – so viel wie Neuseeland. Das Öl wird aus Syrien und dem Irak mit Lastwagen in die Türkei geschmuggelt und dort an Ölhändler verkauft. Die Preise sind deutlich unter dem Marktwert: Als der Ölpreis im vergangenen Jahr noch bei 107 Dollar je Barrel (Fass) lag, verkauften die Terroristen ihr Öl für 18 Dollar je Barrel. Für den eigenen Bedarf betreibt die Terrormiliz kleine, oft mobile Raffinerien, die 300 bis 500 Ölfässer am Tag produzieren können. 

3.       Antiquitäten: 100 Millionen $

Gestohlene Antiquitäten aus Museen, Lagern und Privatsammlungen bringen dem IS rund 100 Millionen Dollar ein. Eine von drei irakischen Ausgrabungsstätten liegt im Gebiet des IS.
Allein in diesem Jahr hat die Terrororganisation etwa 100 syrische Kunstschätze nach Großbritannien geschmuggelt, um sie dort zu verkaufen. Darunter waren byzantinische Münzen, römische Töpferwaren und Glas.

 

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