"Islamischer Staat": IS-Anführer mit Verbindungen zu Pariser Anschlägen getötet

"Islamischer Staat": IS-Anführer mit Verbindungen zu Pariser Anschlägen getötet

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Luftangriffe im Oktober 2014.

Er arbeitete mit den Attentätern von Paris zusammen und soll schon neue Bluttaten geplant haben. Nun ist Charaffe al-Muadan, ein mutmaßlicher IS-Anführer, bei Luftangriffen getötet worden.

Neuer Rückschlag für die Terrormiliz Islamischer Staat: Bei Luftangriffen in Syrien ist nach US-Angaben ein Anführer der Extremisten mit direkten Verbindungen zu den Terroranschlägen von Paris getötet worden. Pentagon-Sprecher Colonel Steve Warren sagte, Charaffe al-Muadan habe unmittelbar mit dem Planer der Anschläge in Frankreich, Abdelhamid Abaaoud, zusammengearbeitet. Zudem habe er neue Angriffe auf den Westen geplant. Überdies starben allein im Dezember neun weitere IS-Anführer bei Luftangriffen der US-geführten Anti-IS-Militärallianz, wie Warren sagte.

Abdelhamid Abaaoud gilt als Kopf der Anschläge von Paris. Er kam bei einer Polizeiaktion in Saint-Denis am 18. November ums Leben. Bei den Anschlägen töteten die Terroristen 130 Menschen.

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Getötete und gefangen genommene Top-Terroristen

  • Abu Sajjaf, Mai 2015

    US-Eliteeinheiten töten nach Pentagon-Angaben einen ranghohen Anführer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien. Der Mann mit dem Kampfnamen Abu Sajjaf sei für Öl-, Gas- und andere finanzielle Operationen des IS zuständig gewesen.

  • Aden Garer, März 2015

    Aden Garer, März 2015: Bei einem US-Drohnenangriff in Somalia wird der mutmaßliche Drahtzieher der Terrorattacke auf das kenianische Einkaufszentrum Westgate, ein Mitglied der radikalislamischen Al-Shabaab-Miliz, getötet.

  • Ahmed Abdi Godane, September 2014

    Der Anführer der Al-Shabaab-Miliz stirbt infolge eines gezielten amerikanischen Raketen-Angriffs in Somalia.

  • Ahmed Abdul Chattala, Juni 2014

    Der Führer der libyschen Islamistengruppe Ansar al-Scharia wird fast zwei Jahre nach dem tödlichen Angriff auf das US-Konsulat in Bengasi als mutmaßlicher Drahtzieher des Anschlags von einem US-Kommando gefasst.

  • Abu Anas Al-Libi, Oktober 2013

    Ein US-Kommando überwältigt den als Spitzenmann der Al-Kaida gesuchten Libyer vor seinem Haus in der Hauptstadt Tripolis. Er wurde im Zusammenhang mit den Angriffen auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania 1998 gesucht. Er stirbt im Januar 2015 kurz vor Beginn seines Prozesse in New York.

  • Osama bin Laden, Mai 2011

    Nach fast zehnjähriger Jagd erschießen US-Elitesoldaten bei einer Kommandoaktion in der pakistanischen Stadt Abbottabad den meistgesuchten Terroristen der Welt.

In Syrien hat der IS neuen Zahlen von Menschenrechtlern zufolge seit Ausrufung ihres „Kalifats“ vor 18 Monaten mindestens 420 eigene Mitglieder getötet. Dabei seien vor allem ausländische Kämpfer, die als angebliche Spione enttarnt worden seien und flüchtige Dschihadisten, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Insgesamt habe der IS 3707 Menschen getötet, unter ihnen 2001 Zivilisten.

Nach der Befreiung großer Teile der irakischen Provinzhauptstadt Ramadi von der IS-Miliz besuchte Ministerpräsident Haidar al-Abadi das dortige Universitätsviertel. Dies berichtete ein Mitglied des Rates der Provinz Al-Anbar, in der Ramadi liegt.

Der Regierungschef hatte am Montag den Sieg über den Islamischen Staat in der Stadt verkündet. Die militanten Islamisten hatten die rund 300.000 zählende Provinzhauptstadt im Mai überrannt, obwohl sie zahlenmäßig unterlegen waren. Al-Abadi kündigte an, den IS 2016 aus dem Land drängen zu wollen.

Irakische Truppen wollen als nächstes Ramadi vollständig unter ihre Kontrolle bringen. „Das Militär führt Säuberungsaktionen in Ramadi durch und wird in neue Gebiete vorrücken, um sie zu von den Terroristen zu befreien“, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur. Viele Dschihadisten seien wahrscheinlich bereits in Richtung der Extremisten-Hochburg Falludscha, die etwa 50 Kilometer östlich von Ramadi auf halber Strecke nach Bagdad liegt, geflohen. In Ramadi seien noch Sprengfallen der Dschihadisten zurückgeblieben, die entschärft werden müssten.

Weitere Artikel

Danach wird erwartet, dass Anti-Terror-Einheiten der irakischen Armee sich Falludscha zuwenden. Hauptziel bleibt aber die Provinzhauptstadt Mossul, die größte noch verbliebene IS-Hochburg im Irak.

Am Tag nach dem Hissen der irakischen Fahne über dem Regierungsviertel offenbarte sich das ganze Ausmaß des wochenlangen Häuserkampfes in Ramadi. 80 Prozent der Stadt seien zerstört, sagte ein Mitglied des Rates der Provinz Al-Anbar. Nach Worten des Gouverneurs von Al-Anbar, Soheib Alrawi, sollen geflohene Bewohner aber bereits in den kommenden Tagen zurückkehren. Bei den Gefechten um Ramadi im Mai wurden Hunderttausende Iraker vertrieben.

US-Außenminister John Kerry lobte die irakischen Truppen unterdessen in höchsten Tönen. Sie hätten mit gewaltigem Mut und Tapferkeit gekämpft, sagte er am Montag (Ortszeit) in Washington. US-Präsident Barack Obama steht wegen seiner Weigerung, eigene Bodentruppen gegen den IS einzusetzen, unter großem Druck. Er braucht dringend einen sichtbaren Erfolg seiner Strategie.

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