Islamischer Staat: So ist der IS-Terror nicht zu stoppen

Islamischer Staat: So ist der IS-Terror nicht zu stoppen

Bild vergrößern

Die Koalition fliegt weiter Luftangriffe auf den "Islamischen Staat".

Wenn der IS-Terror überhaupt gestoppt werden kann, dann nicht mit der derzeitigen Strategie, sagt eine Londoner Denkfabrik. Denn die Organisation erweise sich als überaus robust.

Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) ist nach Einschätzung des Londoner Internationalen Instituts für Strategische Studien (IISS) mit den derzeit gewählten Mitteln nicht zu schlagen. „Die Koalition hat es nicht geschafft, entscheidende Erfolge gegen den IS zu erringen“, heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht.

IISS-Nahostexperte Emile Hokayem geht davon aus, dass die De-Facto-Teilung Syriens und des Iraks vorerst nicht rückgängig gemacht werden könne. Um die Ausbreitung der IS-Terroristen zu verhindern, müsse der Westen sich auch dem syrischen Machthaber Baschar al-Assad entgegenstellen.

Anzeige

Chronik der IS-Krise

  • 6. Januar 2014

    IS-Rebellen besetzen Falludscha in der irakischen Provinz Anbar. Hunderttausende fliehen.

  • 10. Juni 2014

    IS-Kämpfer nehmen die Millionenstadt Mossul ein und überrennen anschließend weitere Teile des Iraks.

  • 13. Juni 2014

    US-Präsident Barack Obama deutet erstmals ein Eingreifen an, allerdings nicht mit Bodentruppen.

  • 30. Juni 1914

    IS ruft ein grenzübergreifendes Kalifat aus.

  • 3. August 2014

    Der IS-Vormarsch nahe Mossul treibt Hunderttausende in die Flucht, vor allem Jesiden.

  • 8. August 2014

    Die USA fliegen erste Angriffe und werfen Nahrung für die Flüchtlinge ab.

  • 15. August 2014

    Deutschland bringt erstmals Hilfsgüter ins Krisengebiet.

  • 20. August 2014

    Die Enthauptung eines US-Journalisten schockt die Welt.

  • 5. September 2014

    Zehn Länder schließen Anti-IS-Koalition.

  • 25. September 2014

    Deutschland liefert erste Waffen an kurdische Kämpfer.

  • 3. Dezember 2014

    Ministertreffen der rund 60 Länder der Anti-IS-Koalition in Brüssel.

„Die derzeitige Strategie ist höchst fehlerhaft“, sagte Hokayem am Dienstag in London. Um dem IS standzuhalten, sei der Westen auf die Kurden und auch auf sunnitische Muslime angewiesen. Daher müsse der Westen „politisch tun, was es braucht, um die Kurden auf seiner Seite zu halten.“

Zusätzlich sei die Hilfe sunnitischer Muslime nötig, um zu verhindern, dass die Terroristen sich weiter in sunnitischen Gebieten ausbreiteten. „Und wenn man sunnitische Araber an Bord holen will, braucht man eine politische und militärische Lösung, um das Schicksal Assads in Angriff zu nehmen“, sagte Hokayem. Vor dieser „harten Wahrheit“ drücke sich der Westen.

Islamischer Staat "Der Terror des IS wird uns über Jahrzehnte bedrohen"

Wilfried Buchta war fünf Jahre für die UN-Friedensmission im Irak. Im Interview spricht er über die verfehlte Irak-Politik der Amerikaner, wie sie den IS zu dem machte, was er heute ist und die Konsequenzen für Europa.

ISIS-Terror in Kobane Quelle: dpa Picture-Alliance

Auf der anderen Seite habe sich der IS, der über geschätzt 25.000 Kämpfer verfüge, als „anpassungsfähig und robust“ erwiesen, heißt es im Bericht. Die starke Präsenz in lokalen und internationalen Medien, zu der etwa die brutalen Enthauptungen von Geiseln beigetragen hätten, mache die Gruppe für potenzielle Dschihadisten attraktiv.

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%