Italien: Staatshilfen für weitere Krisenbanken geplant

Italien: Staatshilfen für weitere Krisenbanken geplant

, aktualisiert 15. Februar 2017, 01:12 Uhr
Quelle:Handelsblatt Online

Neben der angeschlagenen Traditionsbank Monte dei Paschi will die italienische Regierung weitere Geldhäuser mit Milliardenkrediten unterstützen. Die Banca Popolare di Vicenza und die Veneto Banca stehen auf der Liste.

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Die Regierung in Rom will weitere italienische Geldhäuser mit Milliardenkrediten helfen.

RomDie italienische Regierung will Insidern zufolge nach der Traditionsbank Monte dei Paschi di Siena zwei weiteren angeschlagenen Geldhäusern mit Milliardenhilfen unter die Arme greifen. Gespräche mit den europäischen Behörden über eventuelle staatliche Unterstützung im Volumen von fünf Milliarden Euro für die Banca Popolare di Vicenza und die Veneto Banca würden bereits geführt, sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen am Dienstag zur Nachrichtenagentur Reuters. Es gehe um eine vorsorgliche Rekapitalisierung im Rahmen eines Modus, der es Euro-Zonen-Staaten erlaubt, Steuergelder in Banken zu pumpen, ohne gegen Regeln zu verstoßen, die staatliche Hilfen eigentlich verbieten. Die Gespräche befänden sich allerdings noch in einer sehr frühen, "embryonalen Phase".

Sowohl die Banken als auch die Europäische Kommission und die Europäische Zentralbank (EZB) lehnten eine Stellungnahme ab.

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Die Zeitung "Il Messaggero" hatte zuvor berichtet, die beiden Banken hätten der EZB einen vorläufigen Fusionsplan vorgelegt. Der Entwurf sehe eine öffentliche Geldspritze zwischen vier und fünf Milliarden Euro vor. Auch die EU-Wettbewerbshüter seien informiert worden, um den Weg für ein Engagement des Staates freizumachen. Angestrebt werde zudem die Schaffung einer sogenannten Bad Bank, in der die faulen Kredite der Institute untergebracht werden sollen.

Im Dezember hatte die italienische Regierung einen Bankenhilfsfonds im Gesamtvolumen von 20 Milliarden Euro aufgelegt. Der Topf wurde angezapft, um die in Schieflage befindliche Monte dei Paschi di Siena zu retten.

Quelle:  Handelsblatt Online
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