IW-Umfrage: Industrie beklagt Nachteile im Kampf um Rohstoffe

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IW-Umfrage: Industrie beklagt Nachteile im Kampf um Rohstoffe

Jede zweite deutsche Industriefirma beklagt im Kampf um wichtige Rohstoffe Nachteile gegenüber der internationalen Konkurrenz. Laut einer IW-Umfrage sinkt die Wettbewerbsfähigkeit deutlich. Die Politik soll handeln.

Wie aus einer Studie des arbeitgebernahen IW-Instituts unter 2000 Betrieben hervorgeht, profitieren vor allem Wettbewerber aus rohstoffreichen Ländern von günstigeren Einkaufspreisen, geringeren Umweltauflagen und größerer Versorgungssicherheit. "Jedes fünfte Unternehmen in Deutschland gibt an, dass dadurch seine eigene Wettbewerbsfähigkeit deutlich sinkt", sagte der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther. Gut jeder zweite Betrieb sorge sich etwa um den längerfristigen Ausfall eines Metall-Lieferanten.

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Der Vize-Industrieminister von Kasachstan Albert Rau über die Zurückhaltung deutscher Investoren in seinem Land - und was er an ihnen vermisst.

Zwei Hände halten Erde Quelle: dpa

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Für den Industriestandort Deutschland, wo beispielsweise Metalle fast zu 100 Prozent eingeführt werden müssen, ist der Zugang zu Rohstoffen immens wichtig. In der Rohstoffallianz haben sich bereits Großkonzerne wie VW oder BASF zusammengetan, um die Versorgungssicherheit bei wichtigen Materialien zu verbessern. Zudem hat Deutschland mit den Ländern Kasachstan und der Mongolei Rohstoffpartnerschaften geschlossen, um die Wirtschaft zu unterstützen.

Die Firmen setzen laut Umfrage auf langfristige Lieferverträge und den Bezug über mehrere Lieferanten, um sich gegen Probleme zu wappnen. Zudem sicherten sie sich mit Hedging gegen Preisschwankungen ab und steckten Geld in die Forschung, um alternative Produkte und Produktionsmethoden zu entwickeln. Die IW-Forscher sehen aber auch die Politik in der Pflicht, die sich für mehr Freihandel und gegen Protektionismus einsetzen müsse. Die europäischen Staaten müssten ihre Rohstoff- und Energiepolitik besser koordinieren, forderte Hüther. Er kritisierte, Deutschland hätte rascher gegen Strafzölle der EU-Kommission auf importierte Solarmodule aus China vorgehen sollen. "Die Bundesregierung hat dagegen votiert, hat aber spät begonnen, sich zu positionieren", sagte Hüther. Er räumte ein, dass Europa wegen der unterschiedlich stark ausgeprägten Industriestruktur meist nicht mit einer Stimme spreche.Jede zweite deutsche Industriefirma beklagt im Kampf um wichtige Rohstoffe Nachteile gegenüber der internationalen Konkurrenz. Laut einer IW-Umfrage sinkt die Wettbewerbsfähigkeit deutlich. Die Politik soll handeln.

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