IWF/Weltbank-Tagung: Angespannte Stimmung beim internationalen Treffen der Banker

IWF/Weltbank-Tagung: Angespannte Stimmung beim internationalen Treffen der Banker

Bild vergrößern

IWF-Chef Dominique Strauss Kahn spricht zur Eröffnung der Tagung von IWF und Weltbank in Washington

Rund um die Weltbank und das Gebäude des Internationalen Währungsfonds herrscht Ausnahmezustand. Schon seit Tagen ist die Fläche großräumig abgesperrt. Betonklötze und quer gestellte Fahrzeuge verhindern, dass Fahrzeuge und Fußgänger zu nah an die Gebäude heran kommen.

Durch die Absperrung gelangt nur, wer einen Tagungsausweis hat. Es herrscht ständiges Kommen und Gehen. Die Prominenz der Finanzindustrie, die großteils schon seit Donnerstag in Washington weilt, ist allerdings nicht vertreten. Zwar reisen sie alle anlässlich der Weltbanktagung nach Washington, doch tummeln sie sich hier lieber auf ihren eigenen Veranstaltungen.

Die deutschen Banken, von Dresdner über Commerzbank geben hier ihre Empfänge genauso wie die internationalen Investmentbanken. Ob Sparkassen, Landesbanken, Volks- und Raiffeisenbanken oder die Chefs der deutschen Großbanken - sie alle treffen sich hier. Die Stimmung war aber wohl in kaum einem Jahr so angespannt, wie in diesem. Am Wochenende bestimmte die Sorge über die Öffnung der Börsen gestern die Diskussionen. Zwar waren sie alle zuversichtlich, dass das Rettungspaket der Bundesregierung für Entspannung sorgen würde. Doch was wenn nicht?

Anzeige

Viele Banker reisten deshalb bereits am Sonntag wieder ab, bevor die eigentliche Weltbanktagung, das Plenum überhaupt begonnen hatte.

Aufgabe der Weltbank ist es, die wirtschaftliche Entwicklung von weniger entwickelten Staaten zu fördern und dabei zu helfen, dass internationale Entwicklungsziele umgesetzt werden können.

Beispielsweise einigten sich im Rahmen der Tagung die Nike Foundation, Dänemark, Schweden sowie einige andere Staaten darauf, ein Bildungsprogramm für Mädchen in unterentwickelten Staaten und Krisenregionen aufzulegen. Das Pilotprojekt startet in Liberia und soll im kommenden Jahr auf andere Länder wie Afghanistan oder Ruanda ausgeweitet werden. Zwischen drei und fünf Millionen sollen pro Land investiert werden. Die Mädchen seien heute bereits besser ausgebildet als noch vor 20 Jahren, lägen aber immer noch weit hinter den Jungen zurück, sagt Robert Zoellick, Präsident der Weltbank.

Eine außerordentliche finanzielle Unterstützung soll auch den Menschen in Haiti zukommen. Zoelick gab bekannt, dass die Weltbank noch einmal 25 Millionen Euro zur Verfügung stellen werde, damit nach mehreren Naturkatastrophen seit August der Wiederaufbau weiter vorangebracht werden kann.

Die Teilnehmer aus den westlichen Staaten rief Zoellick dazu aus, im Zuge ihrer eigenen Probleme durch die Finanzkrise nicht die armen Länder zu vergessen. „Das Problem steigender Rohstoff- und Lebensmittelpreise als Ergebnis der Finanzmarktkrise wird zunehmend global", sagt der Weltbankpräsident. Und das könne in Entwicklungsländern schnell zu humanen Katastrophe führen.

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%