Jährlicher Wirtschaftsdialog: USA und China ohne Einigung in strittigen Handelsfragen

Jährlicher Wirtschaftsdialog: USA und China ohne Einigung in strittigen Handelsfragen

, aktualisiert 20. Juli 2017, 10:35 Uhr
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Der US-Präsident denkt laut über die Einfuhr von US-Zöllen auf chinesische Stahlprodukte nach.

Quelle:Handelsblatt Online

Die USA und China haben ihren Handelsstreit bei ihren jährlichen Wirtschaftsdialog nicht beilegen können. Die USA fordern beispielsweise einen besseren Zugang zum chinesischen Markt für Finanzdienstleistungen.

WashingtonDie USA und China haben ihren Handelsstreit bei ihren jährlichen Wirtschaftsdialog nicht beilegen können. Die ursprünglich geplante Pressekonferenz in Washington wurde abgesagt. Auch auf eine gemeinsame Erklärung wurde verzichtet, ebenso auf Ankündigungen zu einem besseren Marktzugang für US-Firmen in der Volksrepublik.

Beide Seiten hätten einen „offenen Austausch“ geführt, aber in den wichtigsten Fragen des bilateralen Handels nicht zusammengefunden, sagte ein US-Teilnehmer am Donnerstag. Die USA fordern beispielsweise einen besseren Zugang zum chinesischen Markt für Finanzdienstleistungen, eine Abbau der chinesischen Stahlproduktion, niedrigere Autozölle sowie geringere Subventionen für staatliche Unternehmen.

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„China anerkennt unsere gemeinsames Ziel, das Handelsdefizit zu senken, wobei beide Seiten kooperativ zusammenarbeiten wollen, um das zu erreichen“, erklärten US-Finanzminister Steven Mnuchin und Handelsminister Wilbur Ross. Die chinesische Botschaft in Washington stimmte einen positiven Ton an.

Beide Seiten würden ihre Zusammenarbeit ausbauen, etwa im Bereich Dienstleistungen und Investitionen, erklärte sie. Gemeinsam werde an einem Abbau des großen US-Handelsdefizits gearbeitet. Allein im Mai importieren die USA für 31,6 Milliarden Dollar mehr aus China als sie dorthin exportierten.

Das Treffen folgte dem ersten Treffen von US-Präsident Donald Trump mit seinem Amtskollegen Xi Jinping in Mar-A-Lago in Florida, bei dem ein 100-Tage-Wirtschaftsplan gestartet wurde. Erreicht wurde bislang lediglich, dass die Amerikaner wieder Rindfleisch in China verkaufen dürfen und begrenzten Zugang zu einigen Bereichen der Finanzdienstleistungen bekommen. Investoren sehen nach den bilateralen Gesprächen eine größere Wahrscheinlichkeit für die Einführung von US-Zöllen auf chinesische Stahlprodukte. „Könnte passieren“, sagte Trump dazu.

Quelle:  Handelsblatt Online
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