Russland-Affäre: Jared Kushner weißt Vorwürfe zurück

Jared Kushner zur Russland-Affäre: "Ich hatte keine rechtswidrigen Kontakte"

, aktualisiert 24. Juli 2017, 16:46 Uhr
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Jared Kushner, Schwiegersohn des US-Präsidenten Donald Trump

Donald Trumps Schweigersohn habe sich nichts zuschulden kommen lassen, heißt es in Erklärung, die er vor Ausschüssen des US-Kongresses verlesen möchte. Absprachen mit Moskau? Habe es nie gegeben.

Der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump hat seine Gespräche mit russischen Vertretern im Wahlkampf verteidigt. "Ich hatte keine rechtswidrigen Kontakte", schrieb Jared Kushner in einer am Montag veröffentlichten Erklärung vor seiner Aussage vor Kongress-Ausschüssen. Es habe keine geheimen Absprachen gegeben. Er wisse auch nichts von einer solchen Zusammenarbeit zwischen anderen Mitgliedern von Trumps Wahlkampfteam und Russland. Kushner hatte allerdings nach eigenen Angaben "etwa vier" Kontakte mit russischen Vertretern, die er zunächst nicht angegeben hatte. Trump selbst kritisierte die Ermittlungen.

Kushner und andere Vertraute Trumps sagen wegen der Russland-Affäre in dieser Woche vor zwei Kongress-Ausschüssen aus. Im Kern geht es um die Frage, ob die US-Wahl mit russischer Hilfe zugunsten Trumps beeinflusst wurde. Russland hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen. Auch der Republikaner selbst hat erklärt, es habe keine geheime Zusammenarbeit gegeben.

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Kushner war vor seiner Politikkarriere wie Trump Immobilieninvestor und ist heute offizieller Berater im Weißen Haus. Er nimmt an vielen Terminen des Präsidenten teil. Nach eigenen Worten nutzte Kushner kein Geld aus Russland, um seine Geschäfte zu finanzieren. Während des Wahlkampfes sowie zwischen der Wahl und Trumps Amtsübernahme im Januar hatte er nach eigenen Worten etwa vier Kontakte mit russischen Vertretern, darunter mit dem Botschafter Sergej Kisljak. Die US-Sanktionen gegen Russland seien dabei aber kein Thema gewesen.

Trump zu Russland-Ermittlungen "Größte Hexenjagd in der Geschichte der USA"

Die Russland-Affäre in den USA nimmt eine beachtenswerte Wende: Sonderermittler Robert Mueller beschäftigt sich nun offenbar mit Donald Trump persönlich. Er könnte die Justiz behindert haben. Der US-Präsident reagiert.

Offenbar laufen Ermittlungen gegen den US-Präsidenten. Quelle: REUTERS

Bei einem Antrag für seine Sicherheitsüberprüfung durch die US-Behörden hatte Kushner die Kontakte zunächst nicht angegeben. Nun erklärte er, die Unterlagen seien irrtümlich zu früh eingereicht worden. Darin hätten alle Kontakte mit ausländischen Vertretern gefehlt.

Trump: Ausschüsse sollten Clinton untersuchen

Kushner wird am Montag und Dienstag in nicht-öffentlichen Sitzungen der Geheimdienstausschüsse von Senat und Repräsentantenhaus aussagen. Am Mittwoch will zudem der Justizausschuss des Senates Trumps Sohn Donald Jr. und seinen früheren Wahlkampfmanager Paul Manafort befragen.

US-Präsident Trump irritiert mit Tweet über Begnadigung

Während die Ermittlungen zur Russland-Affäre auf das Umfeld von Donald Trump ausgeweitet werden, hat der US-Präsident das Thema Begnadigung ins Spiel gebracht. Auch der Justizminister gerät immer stärker unter Druck.

Der US-Präsident irritiert einmal mehr mit einem Tweet. Quelle: AP

Dabei geht es auch um ein Treffen mit der russischen Anwältin Natalia Wesselnizkaja im vergangenen Jahr, an dem auch Kushner teilnahm. Trumps Sohn veröffentlichte kürzlich E-Mails, in denen er sich offensichtlich erfreut zeigte, von der Juristin möglicherweise Material über Hillary Clinton zu bekommen, das der Rivalin seines Vaters hätte schaden können. Kushner bezeichnete das Treffen nun als Zeitverschwendung.

In der Affäre stellen auch die US-Behörden und ein Sonderermittler Nachforschungen an. Der Präsident selbst erklärte auf Twitter, nach einjährigen Ermittlungen seien "null Beweise" gefunden worden. Die Ausschüsse sollten sich lieber mit den "Straftaten" Clintons beschäftigen.

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