John Kerry: US-Außenminister liegt mit Beinbruch in Klinik

John Kerry: US-Außenminister liegt mit Beinbruch in Klinik

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John Kerry hatte einen Fahrradunfall in der Schweiz.

John Kerry hat sich bei einem Fahrradunfall ein Bein gebrochen. Der US-Außenminister muss länger in einer Schweizer Klinik bleiben - einige Amtsgeschäfte setzt er aber dennoch fort.

Nach seinem Beinbruch bei einer Radtour in Frankreich lässt sich US-Außenminister John Kerry erst am (heutigen) Montag in die USA ausfliegen. Nach weiteren Beratungen sei man zu dem Schluss gekommen, dass eine weitere Nacht in einer Klinik in Genf vernünftiger wäre, sagte Außenamtssprecher John Kirby am Sonntag. Es handele sich dabei um eine reine Vorsorgemaßnahme.

Kerry war am Sonntag beim Radfahren im französischen Scionzier offenbar gegen einen Bordstein geprallt, gestürzt und hatte sich dabei den rechten Oberschenkel gebrochen. Sanitäter waren sofort zur Stelle und entschieden sich rasch für den zehnminütigen Hubschraubertransport in die Genfer Klinik.

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Alle noch anstehenden Termine in Spanien mit König Felipe VI. und Ministerpräsident Mariano Rajoy sowie die persönliche Teilnahme an einer Pariser Konferenz zum Vorgehen gegen die Terrormiliz Islamischer Staat musste Kerry absagen. Sein Gesundheitszustand sei aber stabil und er sei guter Dinge, hieß es.

Das sind die Streitpunkte um das Atomprogramm des Irans

  • Urananreicherung

    Die UN-Vetomächte wollen die Fähigkeit des Irans zur Anreicherung von Uran deckeln, um Teheran den Weg zu einer Atomwaffe zu versperren. Teheran besteht auf einer zivilen Nutzung der Kernkraft mit entsprechend vielen Zentrifugen, die zur Herstellung des Brennstoffs nötig sind. Für Kernbrennstoff muss Uran deutlich niedriger angereichert werden als für Atombomben.

  • Zentrifugen

    Der Iran hat derzeit 20 000 Zentrifugen zur Urananreicherung; davon sind rund 10 000 in Betrieb. Die meisten sind älter und nicht so leistungsfähig. Der Iran will deutlich mehr Zentrifugen installieren. Der Westen dagegen besteht auf einer möglichst geringen Zahl.

  • Arak

    Der Schwerwasserreaktor Arak in Mitteliran würde nach einer Inbetriebnahme Plutonium produzieren, das zum Bau von Atombomben dienen könnte. Deshalb forderte der Westen, den Reaktor zu

    schließen oder zu einem Leichtwasserreaktor umzubauen.

  • Wirtschaftssanktionen

    Die Sanktionen der USA und der EU haben das ölreiche Land in eine Wirtschaftskrise geführt. Besonders schmerzlich ist das Embargo im Öl- und Bankensektor. Der Iran möchte eine Aufhebung der Strafmaßnahmen; der Westen will die Sanktionen nur aussetzen, um sie bei Vertragsverstößen wieder aktivieren zu können.

  • Vertragslaufzeit

    Offiziell gibt es zu dieser Frage keine Details. Beobachter gehen davon aus, dass die 5+1-Gruppe schon unter dem Druck der Skeptiker im US-Kongress oder der Kritiker in Israel eine mindestens zweistellige Anzahl Jahre anpeilt. Der Iran will sich höchstens auf 5 bis 7 Jahre einlassen.

Wie lange und in welchem Ausmaß der 71-jährige Kerry nach seiner Rückkehr in die USA ausfallen wird, war am Montag noch nicht klar. Ob er operiert werden muss, blieb offen. Kirby sagte, der Minister habe vom Krankenbett aus telefoniert, unter anderem mit Präsident Barack Obama. An der Konferenz in Paris werde er per Fernleitung teilnehmen.

Ein Problem könnte der Fortgang der Atomverhandlungen mit dem Iran werden, die bis Ende des Monats zu einem Abkommen führen sollen. Kurz vor seinem Unfall hatte Kerry mit seinem iranischen Kollegen Mohammed Dschawad Sarif verhandelt. Die USA, Frankreich, Großbritannien, China, Russland und Deutschland wollen mit einem Abkommen ausschließen, dass der Iran eigene Atomwaffen entwickeln und bauen kann. Der Iran versichert, sein Atomprogramm diene ohnehin ausschließlich zivilen Zwecken und fordert die schnelle Aufhebung von Sanktionen.

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