Julian Assange: Wikileaks-Gründer will sich offenbar stellen

Julian Assange: Wikileaks-Gründer will sich offenbar stellen

Seit drei Jahren sitzt Julian Assange in der Botschaft von Ecuador fest. Am Freitag will die UN eine Einschätzung zu seinem Fall abgeben. Sollte diese negativ ausfallen, will sich der Wikileaks-Gründer stellen.

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Wikileaks-Gründer Julian Assange bei einem Statement in der Botschaft von Ecuador in London im August 2014

Wikileaks-Gründer Julian Assange will sich bei einer negativen Entscheidung eines UN-Gremiums in seinem Fall der britischen Polizei stellen. Der seit mehr als drei Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London lebende Australier erklärte am Donnerstag über Wikileaks, er werde in diesem Falle die Botschaft Freitagmittag verlassen und sich von der Polizei festnehmen lassen.

Am Freitag will eine Arbeitsgruppe der Vereinten Nation zu willkürlicher Inhaftierung im Fall Assange gegen Schweden und Großbritannien ihr Urteil veröffentlichen. Assange hatte das Gremium nach Angaben einer Unterstützergruppe selbst angerufen. Die Gruppe trifft sich nach UN-Angaben bereits seit Dienstag in Genf.

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„Sollten die Vereinten Nationen bekanntgeben, dass ich meinen Fall gegen das Vereinigte Königreich und Schweden verloren habe, werde ich die Botschaft Freitagmittag verlassen, und werde mich festnehmen lassen, da es keine realistische Möglichkeit der Berufung gibt“, schrieb Assange. Sollte er jedoch gewinnen, erwarte er sofort seinen Reisepass zurück. Zudem sollten alle Versuche, ihn festzunehmen, eingestellt werden.

Assange lebt seit Juni 2012 in der ecuadorianischen Botschaft in London, um einer Festnahme durch Schweden und einer möglichen Auslieferung an die USA zu entgehen. Dort befürchtet er wegen der Enthüllungen seiner Plattform Wikileaks lebenslange Haft. Ursprünglich hatte die schwedische Staatsanwaltschaft mehrere Vorwürfe der sexuellen Belästigung und Nötigung gegen den 44-Jährigen erhoben. Abgesehen von dem Vergewaltigungsvorwurf sind die Fälle aber inzwischen verjährt.

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