Kampf gegen den Terror: Anti-IS-Strategie der USA wird breiter angelegt

Kampf gegen den Terror: Anti-IS-Strategie der USA wird breiter angelegt

, aktualisiert 24. Februar 2017, 11:11 Uhr
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Der oberste US-General möchte den Kampf gegen den Islamischen Staat ausweiten.

Quelle:Handelsblatt Online

Die USA möchte sich im Kampf gegen den Islamischen Staat breiter aufstellen. Die Terrormiliz soll dabei nicht nur in Syrien und im Irak bekämpft werden. US-General Dunford möchte künftig überregional agieren.

WashingtonDie neue US-Strategie im Kampf gegen die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) wird sich nach Aussage des obersten US-Generals Joseph Dunford nicht auf Syrien und den Irak beschränken. „Es geht hier nicht um Syrien und den Irak, sondern um eine Bedrohung, die über die Region hinausreicht“, sagte der Generalstabschef am Donnerstag in Washington. Der IS habe nach Schätzungen des US-Militärs 45.000 ausländische Kämpfer aus 100 Nationen in seinen Reihen. „Wenn wir dem Präsidenten unsere Optionen vorlegen, werden diese auf die umfassende Bedrohung abzielen“, sagte Dunford.

US-Verteidigungsminister Jim Mattis soll im Auftrag von Präsident Donald Trump bis Montag einen ersten Entwurf für die neue Strategie gegen den IS vorlegen. Bisher war erwartet worden, dass sich die Pläne vor allem auf die Lage in Syrien und die Rückeroberung der IS-Hauptstadt Rakka konzentrieren dürften. Die Aussagen Dunfords lassen nun vermuten, dass die Strategie weit umfassender angelegt sein und zunächst keine Details etwa zur Zahl der in die Kriegsgebiete entsandten Soldaten enthalten wird.

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„Um Erfolg zu haben, muss unser Plan zuallererst dafür sorgen, dass die Verbindungen zwischen den regionalen Gruppen durchtrennt werden, die zusammen eine überregionale Bedrohung darstellen“, erklärte der General. Es gehe auch darum, den Nachschub für den IS zu kappen und gegen die Ideologie der Extremisten vorzugehen. Das US-Militär erwartet, dass von ihm unterstützte Einheiten die beiden letzten IS-Bastionen - Mossul im Irak und Rakka in Syrien - binnen sechs Monaten zurückerobern werden.

In Syrien stehen die USA vor der Entscheidung, ob sie die Kurdenmiliz YPG trotz Bedenken des Nato-Partners Türkei bewaffnen wollen. Eine weitere offene Fragen ist, ob die USA mehr Elitetruppen oder sogar erstmals reguläre Truppen nach Syrien schicken werden. Bislang ist dort lediglich eine begrenzte Zahl von US-Spezialkräften im Einsatz.

Die YPG ist der schlagkräftigste Partner der USA im Kampf gegen den IS am Boden in Syrien und bildet zugleich das militärische Rückgrat der Kurdengebiete im Norden an der Grenze zur Türkei. Die Regierung in Ankara befürchtet, dass dies Unabhängigkeitsbestrebungen der Kurden in der Türkei anfachen könnte. Die Türkei betrachtet die YPG als Partner der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK und stuft sie als Terrororganisation ein.

Quelle:  Handelsblatt Online
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