Kampf gegen den Terror: Putin will trotz Spannungen mit Nato kooperieren

Kampf gegen den Terror: Putin will trotz Spannungen mit Nato kooperieren

, aktualisiert 08. Juli 2016, 13:43 Uhr
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Russland betrachtet Nato-Truppen in der Nähe seiner Grenzen als potenzielle Bedrohung.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Beziehung zwischen Russland und der Nato ist angespannt. Das Militärbündnis verhalte sich Moskau gegenüber wie ein Feind, sagt ein Putin-Sprecher. Trotzdem signalisiert der Kreml Gesprächsbereitschaft.

WarschauRussland hat trotz der Spannungen mit der Nato seine Bereitschaft zur Kooperation etwa bei der Terrorbekämpfung bekräftigt. Moskau sei immer offen gewesen für einen Dialog, obwohl die Nato sich gegenüber dem Land wie einem Feind verhalte, sagte ein Sprecher von Präsident Wladimir Putin am Freitag in Moskau. In Warschau begann am Vormittag der Nato-Gipfel. Dabei soll auch die Aufstellung von vier multinationalen Bataillonen mit insgesamt 4000 Soldaten in Polen, Estland, Lettland und Litauen festgezurrt werden.

Russland betrachtet Nato-Truppen in der Nähe seinen Grenzen aber als potenzielle Bedrohung, wie Putin-Sprecher Dmitri Peskow vor Journalisten andeutete. „Russland sucht keinen Feind (...). Wenn Nato-Soldaten entlang unserer Grenzen marschieren und Nato-Jets dort fliegen, sind nicht wir es, die enger an die Nato-Grenzen heranrücken“, sagte er.

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Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg seinerseits erklärte am Freitag in Warschau, Russlands Vorgehen in der Ukraine habe das Bündnis erst dazu gebracht, seine Verteidigung an der östlichen Flanke zu verstärken. Niemand habe davon gesprochen, bevor Russland die Schwarzmeer-Halbinsel Krim annektiert habe, sagte er vor Beginn des Gipfels. Stoltenberg hatte bereits zuvor klargestellt, er wolle einen neuen Kalten Krieg mit Russland vermeiden.

Weitere Themen des Gipfels werden unter anderem die Lage in Afghanistan und die Terrormiliz Islamischer Staat sein. Stoltenberg mahnte im Kampf gegen gewaltsamen Extremismus mehr Militärhilfe für Partnerländer der Allianz im Nahen Osten und Nordafrika an. Es reiche nicht aus, wenn die Nato-Mitgliedsstaaten ihre eigenen Streitkräfte festigten.

Quelle:  Handelsblatt Online
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