Kampf gegen Islamisten: Hochrangiger IS-Führer in Syrien getötet

Kampf gegen Islamisten: Hochrangiger IS-Führer in Syrien getötet

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US-Verteidigungsminister Ashton Carter informierte am Samstag über die erfolgreiche Kommandoaktion.

Bei einer Kommandoaktion auf syrischem Boden erschießen die Amerikaner den Ölmann der Terrormiliz IS. Washington wertet die Aktion als „bedeutenden Schlag“. Bei dem Einsatz wird auch eine verschleppte Jesidin befreit.

US-Eliteeinheiten haben nach Pentagon-Angaben einen hochrangigen Führer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien getötet. Der Mann mit dem Kampfnamen Abu Sajjaf sei für die Öl-, Gas- und andere finanzielle Operationen des IS zuständig gewesen, teilte Verteidigungsminister Ashton Carter am Samstag mit. Abu Sajjafs Frau, Umm Sajjaf, wurde bei der Aktion in Gewahrsam genommen.

Nach Darstellung des Pentagon habe Abu Sajjaf bei der nächtlichen Operation in der östlichen Stadt Al-Amr Gegenwehr geleistet, als ihn das US-Kommando gefangen nehmen wollte. Dabei sei er getötet worden. Die festgenommene Ehefrau stehe im Verdacht, eine wichtige Rolle bei IS-Terroraktivitäten gespielt zu haben, sagte Carter.

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Diese IS-Führer sucht die USA

  • Abd al-Rahman Mustafa al-Qaduli

    Sieben Millionen Dollar Kopfgeld setzen die USA auf al-Qaduli aus. Er sei ein Stellvertreter von Abu Musab az-Zarqawi gewesen, dem Kopf des IS-Vorgängers „Al-Qaida im Irak“.

  • Abu Mohammed al-Adnani

    Der Syrer, der gebürtig Taha Sobhi Falaha heißt, ist den USA eine Belohnung von fünf Millionen Dollar wert. Er soll einer der IS-Sprecher sein und habe wiederholt zu Angriffen auf die USA und den Westen aufgerufen.

  • Tarkhan Tayumurazovich Batirashvili

    Für Informationen über den Georgier Tarkhan Batirashvili zahlen die USA ebenfalls fünf Millionen Dollar. Er soll der Leiter eines Gefängnisses nahe Raka sein, in dem mehrere westliche Geiseln inhaftiert seien.

  • Tariq Bin-al-Tahar Bin al Falih al-‘Awni al-Harzi

    Drei Millionen Dollar zahlen die USA für den Tunesier al-Harzi. Er gilt als eines der frühen Mitglieder des IS und Anführer einer Armee von Selbstmordattentätern.

Dem Pentagonchef zufolge wurde die Operation von US-Präsident Barack Obama angeordnet. Sie wurde mit Kenntnis und Billigung der irakischen Regierung vom Irak aus gestartet. US-Soldaten wurden dabei weder getötet noch verletzt. Damit sei ein weiterer „bedeutender Schlag“ gegen die Terrormiliz gelungen, hieß es. Der IS kontrolliert weite Gebiete im Nordosten Syriens, darunter die Ölfelder von Rakka, und im Norden des Iraks.

Bei der Aktion sei außerdem eine junge jesidische Frau befreit worden, die im Haushalt von Abu Sajjaf offensichtlich als Sklavin gehalten wurde, bestätigte die Sprecherin des amerikanischen Sicherheitsrates, Bernadette Meehan. Sie werde zum frühest möglichen Zeitpunkt zu ihrer Familie gebracht, fügte die Sprecherin hinzu.

Die Jesiden sind eine religiöse Minderheit, die im Nordirak lebt. Bei einer Militäroffensive im Gebiet um den Berg Sindschar hatte der IS im vergangenen Sommer tausende jesidische Männer getötet und tausende jesidische Frauen und Mädchen in die Gefangenschaft geführt.

Türkische Kampfflugzeuge schossen indes ein syrisches Flugzeug ab. Die Maschine habe zweimal den türkischen Luftraum verletzt, berichteten türkische Medien unter Berufung auf das türkische Militär. In den vergangenen Jahren hatte die Türkei bereits einen syrischen Kampfjet und einen Hubschrauber abgeschossen, die ihrer Ansicht nach in den türkischen Luftraum eingedrungen waren.

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