Kampf um AAA-Note: Österreich erwägt Privatisierungen

Kampf um AAA-Note: Österreich erwägt Privatisierungen

, aktualisiert 13. November 2011, 18:16 Uhr
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Der österreichische Vizekanzler Michael Spindelegger.

Quelle:Handelsblatt Online

Um das Toprating AAA nicht zu verlieren, denkt Österreichs Vizekanzler Spindelegger über den Verkauf von Aktien nach. Die Beteiligungen an der Telekom Austria und dem Energieunternehmens OMV könnten reduziert werden.

BerlinIm Kampf um die beste Bonitätsnote AAA muss Österreich nach Ansicht von Außenminister Michael Spindelegger sparen und könnte weitere Anteile von Firmen wie der Telekom Austria oder dem Energieunternehmen OMV verkaufen. „Wir bewegen uns in die Richtung einer Schuldenspirale aus Neuverschuldung und alten Schulden. Wir müssen unbedingt vermeiden, dass wir in diesen Strudel geraten“, sagte der Chef der konservativen Österreichischen Volkspartei in einem am Samstag veröffentlichten Interview der Zeitung „Kurier“. Würde Österreichs Bonität nur um eine Stufe gesenkt, zahle sein Land drei Milliarden Euro im Jahr mehr für Zinsen. 

Seine Parteikollegin, Finanzministerin Maria Fekter, sagte allerdings der Zeitung „Österreich“, dass die Bestnote AAA nicht gefährdet sei. „Unsere Wirtschaftsdaten sind gut, es besteht keine Gefahr der Abwertung.“ Spindelegger wird nach eigenen Worten vorschlagen, dass Österreich die 60-Prozent-Schuldenquote bis 2020 schrittweise erreichen soll. Er setze dabei auf Sparmaßnahmen bei Frühpensionen, den Österreichischen Bundesbahnen, im Gesundheitssystem und bei Subventionen. „Es wird darum gehen, klug zu sparen.“ Spindelegger sagte, der Staat könne bei OMV oder Telekom Austria seinen Anteil auf gut 25 Prozent verringern. Bislang besitzt Österreich über seine Holding ÖIAG 28,42 Prozent an der Telekom Austria und 31,5 Prozent an OMV. 

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In Österreich regieren ÖVP und SPÖ in einer großen Koalition. Für dieses Jahr erwartet die Regierung ein Haushaltsdefizit von 3,9 Prozent im Vergleich zum Bruttoinlandsprodukt. Der Schuldenstand soll sich auf 73,6 Prozent belaufen. Damit wären die Maastricht-Kriterien deutlich verfehlt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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