Katar-Krise: Erdogan auf Vermittlungsmission

Katar-Krise: Erdogan auf Vermittlungsmission

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Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan (links) mit dem saudischen König Salman.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ist zu einem zweitägien Besuch in den Mittleren Osten gereist, um in der Katar-Krise zu vermitteln. Die Türkei ist ein enger Verbündeter Katars.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat am Sonntag bei Besuchen in Saudi-Arabien und Kuwait Wege zur Beilegung der Katar-Krise gesucht. Zunächst traf er in Dschidda mit dem saudi-arabischen König Salman zusammen, dann reiste er zu einem Gespräch mit dem kuwaitischen Herrscher Scheich Sabah Al Ahmed Al Sabah nach Kuwait weiter. Kuwait hat versucht, in dem Konflikt zwischen Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Ägypten und Bahrain auf der einen und Katar auf der anderen Seite zu vermitteln - bisher ohne Erfolg.

Dritte und letzte Station von Erdogans Vermittlungsmission am Persischen Golf ist am Montag Katar, wo auch türkische Truppen stationiert sind.

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Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Ägypten und Bahrain haben seit Anfang Juni alle diplomatischen Beziehungen und Verkehrsverbindungen zu Katar abgebrochen. Sie werfen dem Golfstaat Unterstützung von Extremisten und Terrorgruppen vor und fordern eine politische Neuausrichtung. Ein ursprünglich 13 Punkte umfassender Forderungskatalog verlangte unter anderem die Schließung von Medienorganisationen wie Al-Dschasira, den Abbruch sämtlicher Kontakte zur Muslimbruderschaft und den Abzug türkischer Truppen aus Katar. Die katarische Führung hat die Forderungen zurückgewiesen.

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Katars Emir Scheich Tamim bin Hamad al-Thani hatte sich am Freitag erstmals öffentlich zu dem Konflikt geäußert und sich offen für eine Lösung gezeigt. Jegliche Verhandlungen müssten jedoch Katars Souveränität und Willen berücksichtigen, sagte er in einer Fernsehansprache. Lösungen könnten nicht von außen diktiert werden.

Die Krise in der öl- und erdgasreichen Golfregion hat große internationale Besorgnis ausgelöst. Vor Erdogan haben bereits ranghohe Diplomaten der USA, Deutschlands, Großbritanniens und Frankreichs vor Ort versucht, den Streit beizulegen.

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