Katar-Krise: Golfstaaten stellen Forderungen

Katar-Krise: Golfstaaten stellen Forderungen

, aktualisiert 23. Juni 2017, 08:01 Uhr
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Saudi-Arabien und weitere arabische Länder habe Forderungen zur Lösung des Streits mit Katar gestellt.

Quelle:Handelsblatt Online

Um im Streit zwischen Katar und anderen arabischen Ländern voranzukommen, stellen die Golfstaaten nun Forderungen an Doha. Ob Katar auf die 13 Punkte umfassende Liste eingeht, ist jedoch fraglich.

WashingtonIm diplomatischen Konflikt um Katar haben Saudi-Arabien und weitere arabische Länder Forderungen zur Lösung des Streits gestellt. Katar solle unter anderem den TV-Sender Al-Dschasira schließen, seine diplomatischen Beziehungen zum Iran beenden und einen türkischen Militärstützpunkt stilllegen, hieß es auf einer insgesamt 13 Punkte umfassende Liste, die Vermittler Kuwait Katar am Freitag übergab und die der Nachrichtenagentur AP vorlag. Demnach habe Katar zehn Tage Zeit, die Forderungen umzusetzen.

Katar solle zudem seine Militärkooperation mit dem Nato-Mitglied Türkei abbrechen, auch eine Kompensationszahlung in zunächst unbekannter Höhe wurde gefordert. Saudi-Arabien und andere Golfstaaten hatten ihre diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen und auch den Flug- und Schiffsverkehr unterbrochen. Die Staaten werfen Katar Unterstützung von Terrorismus vor. Katar bestreitet das. Die USA, die in dem Konflikt ebenfalls als Vermittler auftreten, hatte die Aufstellung einer Forderungsliste angeregt.

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Die Golfstaaten fordern zudem von Katar, dass das Land alle Verbindungen zur Muslimbruderschaft, der Hisbollah, Al-Kaida und allen mit der Terrormiliz Islamischer Staat verbundenen Gruppen abbricht. Doha reagierte zunächst nicht auf die Forderungsliste. Diese enthielt jedoch Punkte, die Katar bereits zuvor klar abgelehnt hatte, unter anderem die Schließung von Al-Dschasira. Die katarische Regierung hatte zudem angekündigt, nicht zu verhandeln, so lange die Blockade vonseiten der anderen Staaten in Kraft seien.

Laut der Liste soll Katar Staatsbürgern aus Saudi-Arabien, Ägypten, den Vereinigten Arabischen Emiraten und dem Bahrain die Einbürgerung verweigern und die ausweisen, die sich derzeit im Land befinden. Dadurch solle verhindert werden, dass sich Katar in die nationalen Angelegenheiten der anderen Golfstaaten einmische, hieß es zur Begründung. Katar solle zudem alle von den vier Ländern wegen terroristischer Handlungen Gesuchter überstellen. Sollte Katar auf die Forderungen eingehen, würde das Land auch einer bis zu zehn Jahre dauernden Überprüfung der Maßnahmen zustimmen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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