Kehrtwende im Kreml: Putin will keine US-Diplomaten ausweisen

Kehrtwende im Kreml: Putin will keine US-Diplomaten ausweisen

, aktualisiert 30. Dezember 2016, 14:11 Uhr
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Russland und Präsident Wladimir Putin wollen auf die US-Sanktionen reagieren.

„Neujahrsgrüße“ aus dem Kreml: Der erwartete Gegenschlag Moskaus nach neuen US-Sanktionen gegen Russland bleibt vorerst aus. Statt US-Diplomaten auszuweisen, lädt Putin deren Kinder zu einem Neujahrsfest ein.

Nach der Ausweisung von russischen Diplomaten aus den USA setzt Kremlchef Wladimir Putin auf Deeskalation und verzichtet vorerst auf Gegenmaßnahmen. „Wir werden niemanden ausweisen“, teilte der russische Präsident mit.

Zuvor hatte Außenminister Sergej Lawrow vorgeschlagen, als Reaktion auf die Ausweisung von 35 russischen Diplomaten ebensoviele US-Gesandte des Landes zu verweisen. „Wir werden keine Probleme für US-Diplomaten in Russland schaffen“, hieß es aber später in einer Mitteilung des Kremls.

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Auch die Schließung eines Erholungszentrums für Botschaftsangehörige im Nordwesten Moskaus lehnte Putin ab. „Russland wird den Familien und Kindern (der Diplomaten) nicht verbieten, die von ihnen genutzten Erholungsorte zum Neujahrsfest zu besuchen. Mehr noch. Ich lade alle Kinder der in Russland akkreditierten Diplomaten zu einem Neujahrs- und Weihnachtsfest in den Kreml ein.“

Mutmaßliche russische Hackerangriffe Trump will keine Vergeltung

Die US-Bundespolizei FBI, der Geheimdienst CIA und der Leiter der Nationalen Geheimdienste zeigen sich überzeugt, dass russische Hacker die Präsidentschaftswahlen beeinflusst haben. Obama will Vergeltung, Trump nicht.

Wird im Januar ins Weiße Haus einziehen: der zukünftige US-Präsident Donald Trump. Quelle: AP

Der scheidende US-Präsident Barack Obama hatte am Donnerstag mit ungewöhnlich harten Sanktionen auf angebliche Hackerangriffe während des US-Präsidentschaftswahlkampfes reagiert. Die US-Behörden werfen Russland vor, mit Cyberattacken dem späteren Wahlsieger Donald Trump geholfen zu haben. Die neuen Strafmaßnahmen richten sich unter anderem gegen die Geheimdienste GRU und FSB sowie gegen mehrere Unternehmen. Zudem wurden 35 russische Diplomaten des Landes verwiesen.

Obama hatte die Sanktionen als „notwendige Antwort“ auf Versuche dargestellt, den Interessen der USA zu schaden. „Alle Amerikaner sollten von den Aktionen Russlands alarmiert sein.“ Der Konflikt bringt das ohnehin zerrüttete Verhältnis zwischen Moskau und Washington auf einen neuen Tiefpunkt.

Putin bezeichnete Obamas Schritte als Provokation, die auf eine weitere Unterhöhlung der russisch-amerikanischen Beziehungen abziele. Russland behalte sich das Recht auf Gegenmaßnahmen vor, werde aber keine verantwortungslose Diplomatie betreiben. Die weiteren Schritte Russlands hingen von der Politik der neuen US-Regierung unter Trump ab. Zugleich gratulierte Putin Obama und Trump zum Neujahrs- und Weihnachtsfest.

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