Fed erhöht Leitzins vorerst nicht weiter

Keine Leitzinserhöhung: US-Notenbank Fed hält bis auf Weiteres still

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US-Notenbank-Chefin Janet Yellen hat entschieden: Erstmal keine weitere Zinsanhebung.

Die mächtigste Zentralbank der Welt entscheidet sich gegen eine neuerliche Zinsanhebung. Noch nicht, heißt es bei der Fed - es gebe einige Unsicherheitsfaktoren. Wann kommt die große Wende?

Die US-Notenbank Fed hat bei ihrer Abkehr vom Krisenmodus der Geldpolitik vorerst eine Pause eingelegt und den Leitzins nicht weiter angehoben. Die sogenannte Fed-Funds-Rate liege weiter in einer Spanne zwischen 1,00 und 1,25 Prozent, teilten die Währungshüter am Mittwoch in Washington mit. Volkswirte und Anleger an den Finanzmärkten hatten mit dieser Entscheidung gerechnet. Man behalte die Inflation im Blick und werde bald mit dem Abbau der billionenschweren Notenbank-Bilanz beginnen, hieß es.

Zuletzt hatte die Fed Mitte Juni den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte angehoben. Dies war die vierte Erhöhung seit der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise. Zwischen Ende 2008 und Ende 2015 hatte die Notenbank den Zinssatz an der Nulllinie gehalten, um die Wirtschaft anzukurbeln und die Preisentwicklung zu stabilisieren. Bei niedrigen Zinsen können Unternehmen etwa billiger Kredite aufnehmen und so leichter Investitionen finanzieren.

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Die Zinsentscheidung sei einstimmig gefallen, hieß es in der Stellungnahme zu den Beschlüssen vom Mittwoch. Man gehe davon aus, dass die Teuerungsrate in Richtung des angepeilten Zielwerts von zwei Prozent steigen, kurzfristig aber etwas darunter bleiben werde.

Steuerentlastung Trumps Steuerreform fällt wohl bescheidener aus

Die von US-Präsident Donald Trump versprochene Steuerentlastung für amerikanische Firmen fällt voraussichtlich kleiner aus als angekündigt. Der angepeilte Steuersatz von 15 Prozent ist vom Tisch.

Präsident Donald Trump Quelle: AP

Zuletzt hatte Fed-Chefin Janet Yellen die Inflation als größten Unsicherheitsfaktor für die künftige Geldpolitik bezeichnet. Eine schwache Inflation spricht tendenziell gegen straffere Geldpolitik, weil dauerhaft geringe Preise für die Wirtschaft auch gefährlich sein können. Jüngsten Zahlen zufolge lag die Teuerungsrate im Juni nur bei 1,6 Prozent und damit so niedrig wie seit Oktober 2016 nicht mehr.

Am Mittwoch betonten die Notenbanker zudem, dass sie „relativ bald“ mit dem Abbau der billionenschweren Notenbank-Bilanz beginnen werden. Die Fed hatte im Kampf gegen die Wirtschafts- und Finanzkrise Staatsanleihen und mit Hypotheken besicherte Wertpapiere im Volumen von rund 4,5 Billionen Dollar erworben. Die dadurch aufgeblähte Bilanz soll nun allmählich wieder abgebaut werden.

Einen ersten Ablaufplan dafür haben die Währungshüter bereits vorgelegt, dabei jedoch nicht angegeben, wann genau mit dem Abbau begonnen werden soll. Wenn die Entwicklung im Rahmen der Erwartungen bleibt, soll der Starttermin noch in diesem Jahr liegen.

Erdgas aus Russland US-Sanktionen könnten deutsche Energieversorgung belasten

Hinter den Strafmaßnahmen der USA gegen Russland stecken wirtschaftliche Interessen: Die USA wollen die Gas-Pipeline Nord Stream 2 verhindern. Das würde auch Deutschland treffen.

Die Pipeline Nord Stream 2 soll Erdgas aus Russland durch die Ostsee direkt nach Mecklenburg-Vorpommern liefern. (Foto: Reuters)

Die wirtschaftliche Lage in den USA bewerteten die Währungshüter eher positiv. Die Beschäftigung habe sich solide entwickelt, die Arbeitslosigkeit sei gesunken. Die Risiken für die Wirtschaft seien ungefähr ausgewogen. An den Finanzmärkten gingen nach den Fed-Beschlüssen die Renditen auf US-Staatspapiere zurück. Der Dollar verlor an Wert. Im Gegenzug stieg der Euro-Kurs über 1,17 US-Dollar. Der US-Aktienmarkt reagierte leicht positiv.

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