Kim Jong Un: Nordkorea kündigt Amnestie für Strafgefangene an

Kim Jong Un: Nordkorea kündigt Amnestie für Strafgefangene an

Nordkorea hat eine Amnestie für Häftlinge angekündigt. Anlass dafür seien die 70. Jahrestage der Befreiung der koreanischen Halbinsel von japanischer Kolonialherrschaft und der Gründung der Arbeiterpartei.

Nach einem Dekret der Obersten Volksversammlung werde die Amnestie am 1. August in Kraft treten. Unklar blieb, um welche Gruppen es sich genau handelt und wie viele Häftlinge betroffen sind. Von dem Straferlass würden Personen profitieren, die „wegen Verbrechen gegen das Land und seine Menschen verurteilt wurden“, hieß es. Das Regime um Machthaber Kim Jong Un hatte zuletzt 2012 eine Amnestie für Strafgefangene gewährt. 

Die bisherigen Machthaber Nordkoreas

  • Kim Il-sung

    Kim Il-sung führte das Land von 1948 bis zu seinem Tod 1994 mit einer eigenen Ideologie, die Nordkorea von anderen Staaten abschottete.Er gilt als der Staatsgründer Nordkoreas und wird bis heute als "Ewiger Präsident" verehrt. Sein Sohn Kim Jong-il wurde systematisch als Nachfolger aufgebaut.

  • Kim Jong-il

    Während sein Vater als "Ewiger Führer" verehrt wurde, schreibt die nordkoreanische Propaganda ihm die Attribute "geliebter Führer" und "Sonne des 21. Jahrhunderts" vor. Durch seinen frühen Tod 2011 herrschte er nur 17 Jahre über Nordkorea und machte das Land währenddessen zu einer Atommacht. Überraschend wurde erst ein Jahr vor dem Tod sein drittgeborener Sohn als Nachfolger präsentiert.

  • Kim Jong-un

    Als "Geliebter Führer" wird in der nordkoreanischen Propaganda dargestellt - und er hat mit nur 30 Jahren die Geschäfte in Nordkorea übernommen. Anders als sein Vater konnte er nicht als Nachfolger aufgebaut werden und muss sich seinen Platz in der nordkoreanischen Politik erst erkämpfen: Das macht er, in dem er sich durch hartes Auftreten auszeichnet, aber auch offen Fehler zugibt.

Vor zwei Jahren hatten die Vereinten Nationen eine Untersuchung durch eine Kommission zum Vorwurf schwerer Menschenrechtsverstöße in Nordkorea eingeleitet. Im Zentrum standen Gefangenenlager, willkürliche Verhaftungen, Hinrichtungen, Folterungen und die Beschränkung der Meinungsfreiheit. In einem Bericht der Kommission vom Februar 2014 hieß es, in Nordkorea würden als politisch unzuverlässig eingestufte Menschen systematisch ermordet oder als Arbeitssklaven missbraucht.  

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Weitere Artikel

Noch am Vortag war bekannt geworden, dass Nordkoreas den Verteidigungsministers von Diktator Kim Jong Un hingerichtet hat. Hyon Yong Chol soll mit einer Flugabwehrkanone hingerichtet worden sein, weil er unter anderem schlecht über Kim geredet, sich über den jungen Machthaber beschwert und in einem Treffen geschlafen haben soll, wie der südkoreanische Geheimdienst im Mai enthüllt hatte. Die staatlichen Medien in Nordkorea hatten Hyon seitdem nicht mehr erwähnt oder sein Verschwinden begründet.

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