Kim Jong Un: Nordkorea präsentiert Raketentechnologie bei Militärparade

Kim Jong Un: Nordkorea präsentiert Raketentechnologie bei Militärparade

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Nordkoreanische Studenten marschieren bei einer Militärparade.

Machthaber Kim schaut erfreut zu, wie Tausende Soldaten am 105. Geburtstag seine Großvaters an ihm vorbei defilieren. Experten machen derweil den Prototypen einer Interkontinentalrakete aus.

Mit einer martialischen Demonstration militärischer Stärke hat Nordkorea am Samstag den 105. Geburtstag des kommunistischen Staatsgründers Kim Il Sung gefeiert. Sein Enkel und derzeitiger Machthaber Kim Jong Un nahm sichtlich erfreut die Parade Tausender Soldaten in Pjöngjang ab, die auch Waffen aus dem international sanktionierten Raketenprogramm vorführten.

Militärexperten machten dabei auch den Prototypen einer Interkontinentalrakete aus, die wohl eines Tages auch Ziele in den USA erreichen könnte. Die Menge grüßte Kim mit einem donnernden Applaus. Die offizielle Rede überließ er seiner mutmaßlichen Nummer zwei, Choe Ryong Hae. Der warf US-Präsident Donald Trump vor, mit der Verlegung einer Flugzeugträgergruppe „eine Kriegssituation“ auf der koreanischen Halbinsel zu schaffen.

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Nordkorea werde einem totalen Krieg mit einem totalen Krieg und „einen Nuklearkrieg mit unserer Art von Nuklearangriff“ kontern, sagte Choe. Das nordkoreanische Staatsfernsehen zeigte Tausende Soldaten, die zu Beginn der Feierlichkeiten über den Kim-Il-Sung-Platz marschierten. Zudem zeigte es Kim einem schwarzen Anzug und weißen Hemd, als er aus einer Limousine steigt und die Ehrengarde begrüßt. Anschließend verfolgte er die Parade von einem Podium aus.

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Die Feierlichkeiten finden unter starker internationaler Beobachtung und Sorgen darüber statt, Nordkorea könnte in naher Zukunft einen weiteren Atomwaffentest oder Test einer ballistischen Interkontinentalrakete durchführen. Kim, der seit 2011 an der Macht ist, betont immer wieder die Wichtigkeit von Atomwaffen für die Verteidigungsstrategie des Landes.

In der diesjährigen Neujahrsansprache sagte Kim, dass Nordkoreas Vorbereitungen für den Start einer ballistischen Interkontinentalrakete in den letzten Vorbereitungen stecke. US-Satellitenaufnahmen legten nahe, dass das Land jederzeit einen unterirdischen Atomtest durchführen könnte. Nordkorea hatte allein im vergangenen Jahr zwei dieser Tests durchgeführt.

Die USA hatten Anfang April den Flottenverband um den Flugzeugträger „USS Carl Vinson“ in den Westpazifik verlegt. Zu der Einheit gehören mehrere Kreuzer und Zerstörer. Sie war am 5. Januar bereits von San Diego in den westlichen Pazifik entsandt worden, um an mehreren Manövern mit der japanischen und südkoreanischen Marine teilzunehmen. Die Gruppe patrouillierte danach auch im Südchinesischen Meer.

Die Verlegung der Schiffe und der US-Angriff in Syrien hatte bei Südkoreanern Befürchtungen ausgelöst, die USA planten militärische Schritte im Norden. Aus US-Regierungskreisen verlautete aber a am Freitag, dass Trump sich darauf konzentrieren wolle, mit Hilfe Chinas mehr Druck auf Nordkorea aufzubauen. Ein militärisches Eingreifen zum Sturz Kims oder im Falle von weiteren Raketentests sei nicht beabsichtigt.

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