Kinderhilfswerk Unicef: 74 Kinder bei Kämpfen im Jemen getötet

ThemaNaher Osten

Kinderhilfswerk Unicef: 74 Kinder bei Kämpfen im Jemen getötet

Bild vergrößern

Mindestens 74 Kinder sollen in den Kämpfen getötet worden sein.

Eine Bodenoffensive arabischer Staaten erscheint wahrscheinlich. Hilfsorganisation fordern weiter eine Feuerpause, um Essen und Medikamente zu bringen. Mindestens 74 Kinder sollen in den Kämpfen getötet worden sein.

Bei den jüngsten Kämpfen im Jemen sind nach Angaben des Kinderhilfswerk Unicef mindestens 74 Kinder getötet worden. Außerdem hätten in den vergangenen zwei Wochen mehr als 100.000 Menschen ihre Häuser verlassen, um sich in Sicherheit zu bringen, erklärte Unicef. Die Krankenhäuser seien kaum noch in der Lage, die vielen Verwundeten zu versorgen. Mindestens drei Klinikmitarbeiter seien getötet worden. Die UN-Organisation beklagte zudem, dass in vielen Gebieten im Süden die Trinkwasserversorgung nicht mehr funktioniere und das Abwasser auf die Straße fließe. Das erhöhe die Gefahr von Seuchen.

Die Akteure des Konflikts im Jemen

  • Die Huthis

    Die Huthis sind ein schiitischer Volksstamm aus dem Nordjemen. Im vergangenen September eroberten rund 30.000 Anhänger die Hauptstadt Sanaa, Anfang des Jahres setzten sie dort Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi und die Regierung in deren Häusern fest. Binnen weniger Wochen brachten sie die Westküste und den Süden des Landes unter Kontrolle.

  • Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi

    Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi gelang im Februar die Flucht aus Sanaa in die südjemenitische Stadt Aden, von wo aus er weiterzuregieren versuchte. Als die Huthis vorrückten, musste der von den USA und Saudi-Arabien unterstützte Staatschef auch seine dortige Residenz verlassen. Sein neuer Aufenthaltsort war zunächst unklar.

  • Saudi-Arabien

    Saudi-Arabien hat als reichster Golfstaat ein großes Interesse daran, den bettelarmen Jemen unter sunnitischer Kontrolle zu halten. Seit Donnerstag fliegt die Monarchie Luftangriffe gegen Huthi-Stellungen.

  • Der Iran

    Der Iran versucht hingegen als Rivale Saudi-Arabiens, via Sanaa einen Fuß auf die Arabische Halbinsel zu bekommen. Das schiitische Land gilt als Verbündeter der Huthi-Rebellen und forderte einen Stopp der militärischen Angriffe Saudi-Arabiens.

  • Ex-Präsident Ali Abdullah Salih

    Ex-Präsident Ali Abdullah Salih schlug einst Aufstände der Huthis nieder, heute gilt er als heimlicher Verbündeter der Rebellen. Die UN werfen ihm vor, das Chaos im Jemen geschürt zu haben und einen Weg zurück an die Macht zu suchen. Der Langzeitherrscher war nach Protesten gegen ihn Anfang 2012 zum Rücktritt gezwungen worden.

  • Al-Kaida auf der arabischen Halbinsel

    Al-Kaida auf der arabischen Halbinsel (AQAP) ist der mächtigste Ableger des weltweit agierenden Terrornetzwerkes. Die sunnitischen Extremisten gelten als heimliche Gewinner im Machtpoker um den Jemen. Mit ihren Anschlägen gegen die schiitischen Huthis punkten sie vor allem bei ärmeren sunnitischen Stämmen.

Im Jemen rücken die schiitischen Huthi-Rebellen immer weiter nach Süden vor. Sie zwangen Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi zur Flucht und drangen in die Hafenstadt Aden ein. Nach mehreren Golfstaaten und Ägypten könnte sich auch Pakistan dem von Saudi-Arabien geführten Militärbündnis gegen die Huthi-Rebellen im Jemen anschließen. Die Regierung in Riad habe Pakistan um die Entsendung von Soldaten, Kampfflugzeugen und Kriegsschiffen gebeten, sagte Verteidigungsminister Khawaja Muhammad Asif. Das Parlament debattierte am Montag über den Einsatz.

Anzeige

weitere Artikel

Saudi-Arabien und seine Verbündeten versuchen seit der Flucht von Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi im März, den Vormarsch der Huthi-Rebellen mit Luftangriffen zu stoppen. Die Aufständischen drangen aber dennoch weiter in den Süden des Jemen vor, nachdem sie im vergangenen Jahr bereits die Hauptstadt Sanaa und mehrere Provinzen unter ihre Kontrolle gebracht hatten.

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%