Klimagipfel: Das zähe Ringen um den Klimaschutz

Klimagipfel: Das zähe Ringen um den Klimaschutz

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Große Hoffnungen ruhen auf Durban - Experten zweifeln allerdings an Einigung

Experten befürchten ein zweites Kopenhagen: Heute beginnt der 17. UN-Klimagipfel im südafrikanischen Durban. Dass dort ein Folgeabkommen für Kyoto getroffen wird, scheint unwahrscheinlich.

Rund 20.000 Menschen aus mehr als 190 Ländern suchen in Durban - einem der Austragungsorte der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 - nach einer Lösung. Politiker, Wissenschaftler, Journalisten, Delegierte - die Liste der Teilnehmer ist lang.  Sie alle nehmen an der 17. UN-Klimakonferenz teil. Auf der Agenda ganz oben steht: Ein Nachfolgeabkommen für Kyoto zu finden. Denn das Kyotoprotokoll läuft Ende 2012 aus und ist bisher das einzige völkerrechtlich verbindliche Instrument der Klimaschutzpolitik.

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Das Kyoto-Abkommen sieht vor, dass die 191 Nationen, die unterzeichnet haben, die Emission von Treibhausgasen reduzieren. Binnen der ersten Verpflichtungsperiode - also zwischen 2008 und 2012 - hätten die Emissionswerte um durchschnittlich 5,2 Prozent gesenkt werden müssen. Das ist nicht besonders viel. Trotzdem sind bei Kohlenstoffdioxid und Distickstoffoxid (Lachgas) die Werte sogar gestiegen.

Achim Steiner, Chef des UN-Umweltprogramms (UNEP), hatte schon vor Beginn des Klimagipfels gemahnt, dass ein Vakuum für die Zeit nach 2012 drohe, wenn es in Durban keine Einigung gibt. Steiner rief Deutschland und die EU dazu auf, die Führungsrolle zu übernehmen: "Es liegt an ihnen, in Durban voranzugehen und sich auf eine Fortsetzung des Kyoto-Protokolls zu verpflichten", sagte er. Denn Deutschland ist beim Thema Klimaschutz relativ weit vorne. Auch der World Wide Fund For Nature (WWF) betonte die Vorbildfunktion der Bundesrepublik. "Ich würde bezweifeln, dass es ein zweites Land in der Welt gibt, das so ambitioniert vorangegangen ist", sagte eine Sprecherin des WWF. Dementsprechend sehen die Pläne der Deutschen aus: Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) wünscht sich ein Pro-Kopf-Limit beim CO2-Verbrauch, das für alle Menschen gilt. Nationen mit geringerer Bevölkerungszahl bekämen dann weniger Emissionsrechte, stark bevölkerte Länder wie China deutlich mehr. Optimistisch gestimmt ist allerdings auch Röttgen nicht. "In vielen Ländern der Weltgemeinschaft sinkt die Bereitschaft, verpflichtende Vorgaben für den Klimaschutz zu akzeptieren - gleichzeitig schreitet der Klimawandel voran", sagte er.

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