Konfliktregion: USA erlauben Ölgeschäfte mit Südsudan

Konfliktregion: USA erlauben Ölgeschäfte mit Südsudan

, aktualisiert 14. Dezember 2011, 22:50 Uhr
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Sudan und Südsudan kämpfen um die ölreiche Grenzregion Abyei.

Quelle:Handelsblatt Online

Erst im November hat der UN-Sicherheitsrat vor einem Krieg im Sudan gewarnt. Seit der Südsudan unabhängig wurde, dominieren Konflikte mit dem Sudan eine ölreiche Grenzregion. US-Unternehmen dürfen dort jetzt investieren.

Washington/New YorkUS-Unternehmen dürfen nach Mitteilung der Regierung in Washington Öl-Geschäfte mit dem Südsudan abschließen. Nach einer Anfrage des erst vor wenigen Monaten unabhängig gewordenen Staates, seien US-Investitionen seit vergangener Woche gestattet, teilte Außenministerin Hillary Clinton mit. Dies gelte auch, wenn Waren durch den Sudan transportiert werden müssten.

Gleichzeitig müsse der Südsudan versuchen, dem „Fluch der natürlichen Ressourcen“ zu entgehen, der dazu führe, dass sich eine kleine Elite den gesamten Reichtum aneigne, sagte Clinton bei einer Konferenz. Das Land wird von den Vereinigten Staaten auf deren Liste von Terror-Unterstützerstaaten geführt.

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Die umkämpfte Grenzregion Abyei zwischen dem Sudan und dem Südsudan bleibt unterdessen unter Aufsicht von Friedenshütern der Vereinten Nationen. Der UN-Sicherheitsrat verlängerte die Mission UNIFSA (UN Interim Force for Abyei) am Mittwoch um sechs Monate. Die Blauhelme wurden vom mächtigsten UN-Gremium angewiesen, beiden Seiten bei der Vermessung und Ergründung der genauen Grenzlinie zu helfen.

Der frühere Sudan war nach einem Volksentscheid Anfang 2011 im Sommer in den nördlichen Sudan mit der Hauptstadt Khartum und das neue Südsudan aufgeteilt worden, was international anerkannt wurde. Umstritten ist die ölreiche Region Abyei um die gleichnamige Stadt.

Regierungstruppen aus dem Norden hatten das Gebiet kurz vor der Abtrennung des Südens besetzt und Zehntausende Menschen vertrieben. Vor der Teilung dominierte der arabische Norden den schwarzen, rohstoffreichen, aber kaum erschlossenen Süden.

Der Sicherheitsrat ermahnte beide Seiten in der Resolution erneut, endlich ihre Truppen aus dem Gebiet abzuziehen. Die Lage sei brisant, hatte der Untergeneralsekretär für Friedensmissionen, Hervé Ladsous, das höchste UN-Gremium kürzlich gewarnt. Die Blauhelme könnten ihren Auftrag zur Deeskalation kaum erfüllen, weil sich weder der Sudan noch der Südsudan an Abmachungen hielten.

Beide Länder bezichtigen sich, Rebellenbewegungen im jeweils anderen Land zu unterstützen. In der Region sind mehr als 2.800 Blauhelmsoldaten stationiert.

Quelle:  Handelsblatt Online
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