Konjunktur: US-Wirtschaft wächst schwächer als erwartet

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Konjunktur: US-Wirtschaft wächst schwächer als erwartet

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Die US-Wirtschaft erholt sich nicht so stark wie geplant.

Aktuelle Konjunkturdaten versprechen neuen Schwung, doch zum Jahresbeginn ist die US-Wirtschaft weniger stark gewachsen als erwartet. In einer dritten Schätzung wurde vor allem der private Konsum nach unten korrigiert.

Die Wirtschaft in den USA ist zu Jahresbeginn schwächer gewachsen als gedacht. Im ersten Quartal von Januar bis März legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der weltweit größten Volkswirtschaft mit einer hochgerechneten Jahresrate von 1,8 Prozent zu, wie das US-Handelsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Das sind 0,6 Prozentpunkte weniger als bei der vorangegangenen Schätzung Ende Mai. Den Daten zufolge wurde das Wachstum besonders stark vom privaten Verbrauch gestützt. Allerdings fiel der Effekt schwächer aus als zunächst errechnet.

Die größten US-Konzerne – und wie viele Jobs sie stellen

  • Exxon Mobil

    Der Mineralöl-Konzern Exxon Mobil ist nicht nur das größte Unternehmen der USA (nach Umsatz), sondern auch das umsatzstärkste Unternehmen der Welt. In Deutschland bekannt ist die Tochter Esso. Exxon Mobil machte im Lauf des vergangenen Jahres 41 Milliarden Dollar Gewinn und ist damit auch in diesem Bereich Spitze. Weltweit beschäftigt der Konzern 83.600 Mitarbeiter (Stand: Dezember 2010), weniger als ein Drittel arbeiten in den USA.

  • Apple

    Mit einem Markenwert von 183 Milliarden Dollar landete der US-Technologiekonzern Apple im Mai in einem Ranking des Marktforschungsunternehmens Millward Brown zum wiederholten Mal auf dem ersten Platz. Der Konzern beschäftigt nach eigenen Angaben rund 47.000 Angestellte in den USA, aber 70.000 im Ausland.

  • IBM

    IBM, die International Business Machines Corporation, ist eines der weltweit führenden Unternehmen für Hard- und Software und für Dienstleistungen im IT-Bereich. Darüber hinaus ist es eines größten Beratungsunternehmen. Der Umsatz betrug 2011 satte 106,9 Milliarden US-Dollar. Weltweit beschäftigt der Konzern über 433.000 Mitarbeiter. Lediglich gut 105.000 Jobs stellt IBM in den Vereinigten Staaten.

  • Microsoft

    Der Software- und Hardwarehersteller hat etwa 93.000 Mitarbeitern weltweit und machte im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von 69,94 Milliarden US-Dollar. In Microsofts „Heimatstadt“ Redmond, einem Vorort Seattles, hat rund die Hälfte der Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz. Im Hauptsitz des Software-Riesen arbeiten 39.000 Menschen.

  • Chevron Corporation

    Chevron Corporation ist ein weltweit operierender Energiekonzern. Er gehört zu den weltgrößten Ölkonzernen. Das Hauptquartier liegt in San Ramon, Kalifornien, der Konzern ist jedoch in mehr als 180 Ländern aktiv. Für Chevron arbeiten rund 62.000 Menschen. Nur knapp die Hälfte, etwa 30.000 Angestellte, sind in den USA beschäftigt.

  • General Electric

    General Electric machte 2011 einen Gewinn von 14 Milliarden Dollar. 301.000 Menschen arbeiten für den US-Mischkonzern (Stand: April 2011), der zum Beispiel in den Sparten Versicherungen, Immobilienmanagement oder Energie-Infrastruktur tätig ist, aber auch Lokomotiven oder Flugzeugtriebwerke herstellt.

  • Berkshire Hathaway

    Berkshire Hathaway ist vor allem durch seinen charismatischen Vorsitzenden, dem Multimilliardär Warren Buffett bekannt. Zehn Milliarden Dollar Gewinn erwirtschaftete der US-Konzern im vergangenen Jahr. Die Beteiligungsgesellschaft ist besonders im Bereich Versicherungen und Rückversicherungen aktiv. Bezieht man die Beteiligungen mit ein, beschäftigt Berkshire Hathaway 270.858 Mitarbeiter.

  • AT&T

    Der nordamerikanische Telekommunikationskonzern AT&T stellt neben Telefon-, Daten- und Videotelekommunikation auch Mobilfunk und Internetdienstleistungen für Unternehmen, Privatkunden und Regierungsorganisationen zur Verfügung. AT&T hatte lange Zeit eine Monopolstellung in den USA und Kanada. Daher war die Firma auch lange die größte Telefongesellschaft der Welt und der weltgrößte Kabelfernsehbetreiber. Der Konzern verbuchte 2010 einen Umsatz von 124,3 Milliarden Dollar und beschäftigt gut 300.000 Mitarbeiter – den größten Teil in den USA.

  • Walmart

    Der Einzelhandelskonzern beherrscht einen großen Teil des US-Marktes. Wal-Mart beschäftigt weltweit über zwei Millionen Angestellte und ist damit der größte private Arbeitgeber der Welt. 2011 steigerte der Konzern seinen Umsatz auf 446,9 Milliarden Dollar.

Die Wohnungsbauinvestitionen stützten das Wachstum, weil der einst krisengeschüttelte Immobilienmarkt seine Erholung fortsetzte. Schwächer als bisher entwickelten sich hingegen die Investitionen der Unternehmen. Die wichtigen Anlageinvestitionen etwa in Maschinen gaben zu Jahresbeginn deutlich um 8,3 Prozent nach. Aktuell scheinen die Unternehmen ihre Zurückhaltung jedoch abzulegen, wie Regierungszahlen vom Dienstag zeigten.

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Der chronisch defizitäre Außenhandel hatte unter dem Strich kaum Auswirkungen, er belastete das Wachstum im ersten Quartal nur leicht. Amerikas Exporte gaben zwar um 1,1 Prozent nach, die Importe sanken aber ebenfalls, wenngleich spürbar schwächer.

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Der Lageraufbau der Unternehmen war wesentlich stärker als zum Jahresende, was die konjunkturelle Entwicklung begünstigte. Die Ausgaben des Staates waren abermals rückläufig, sie drückten das Gesamtwachstum am stärksten.

An den Finanzmärkten geriet der Dollar infolge der Zahlen leicht unter Druck, nachdem er in den vergangenen Tagen gegenüber vielen Währungen zugelegt hatte. Die gegenwärtige Dollarstärke geht auf die US-Geldpolitik zurück: Sollte die amerikanische Konjunktur ihren Erholungskurs fortsetzen, will die Federal Reserve ihre milliardenschweren Anleihekäufe noch im Laufe des Jahres erstmalig zurückführen.

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