Konjunkturkrise: Jobverluste in den USA erreichen neue Rekordstände

Konjunkturkrise: Jobverluste in den USA erreichen neue Rekordstände

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Stillstand im Hafen von Long Beach: Amerika steckt in der Rezession

Rezession und kein Ende: In den USA haben alleine im letzten Monat eine halbe Million Menschen ihren Job verloren. Das Land steckt in der tiefsten Wirtschaftskrise seit der Großen Depression. Der Druck auf Barack Obama steigt, der historischen Krise zu begegnen.

Der kommende US-Präsident Barack Obama übernimmt ein wirtschaftlich brach liegendes Land. Das US-Arbeitsministerium veröffentlichte heute die neuesten Daten vom Arbeitsmarkt: im November stieg die Zahl der Arbeitslosen um 533.000 im Vergleich zum Oktober. Und das den elften Monat in Folge. Seit Anfang des Jahres sind in den Vereinigten Staaten damit fast zwei Millionen Jobs verloren gegangen.

Seit 34 Jahren hat es einen solch starken Rückgang der Beschäftigung nicht mehr gegeben. Die Arbeitslosenquote steigt damit auf 6,7 Prozent – auch das ein 15-Jahres-Rekord. Die Zahlen sind eine eindeutige Bestätigung der immer schärferen Konjunkturabkühlung. Das National Bureau of Economic Research hatte bereits am Montag erklärt, die USA befänden sich schon seit Dezember 2007 in einer Rezession. 

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Volkswirte wurden von den Daten überrascht. Sie hatten mit einem deutlich moderateren Jobabbau gerechnet. „Die Zahlen sind eine Katastrophe und unterstreichen das Rezessionsszenario in den USA“, sagte HSBC-Trinkaus-Volkswirt Lothar Hessler. „„Das sind wirklich fürchterliche Zahlen“, sagte der Chefvolkswirt von Global Insight, Nigel Gault. Andere Experten gebrauchten Vokabeln wie „grausam“, „schockierend“, „desaströs“ oder „unfassbar“.

Obama muss handeln

Und die dramatischen Zahlen werden weitere Auswirkungen haben.

So ist zu erwarten, dass sich der Konsum in den USA weiter abschwächen wird. Auf absehbare Zeit dürfte die amerikanische Wirtschaft damit als Wachstumsmotor für die Weltwirtschaft ausfallen. Das hat auch Folgen für die Handelspartner – allen voran Deutschland mit seiner hohen Exportquote. Amerika ist der zweitwichtigste Absatzmarkt für deutsche Unternehmen.

Die Arbeitsmarktdaten erhöhen auch den Druck auf Barack Obama, nach Amtseinführung tatsächlich ein weiteres Konjunkturpaket für die amerikanische Wirtschaft auf den Weg zu bringen. „Hundert Milliarden Dollar an öffentlichen Investitionen in Straßen, Brücken und Dämme würden etwa zwei Millionen Jobs schaffen“, sagte Robert N. Pollin von der University of Massachusetts.

Obama hatte im Wahlkampf wiederholt versprochen, sich der Sorgen und Probleme der Amerikaner anzunehmen.

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