Kontrollgremium: EU-Versicherungsaufsicht: Aufseher gesucht

Kontrollgremium: EU-Versicherungsaufsicht: Aufseher gesucht

Deutschland verliert zu einer kritischen Zeit an Einfluss, weil Thomas Steffen das europäische Kontrollgremium für Versicherungen Ceiops verlassen will.

Noch ist der deutsche Einfluss auf die europäische Versicherungsaufsicht groß, stellt die Bundesrepublik mit Thomas Steffen doch den Chef des EU-Kontrollgremiums namens Ceiops. Das aber ändert sich demnächst. Steffen tritt am 29. Oktober nicht mehr zur Wiederwahl an. „Das Amt hat sich seit 2007 zu einem Fulltimejob entwickelt, man kann nicht dauerhaft auf zwei Hochzeiten tanzen“, sagt er. Denn Steffen ist gleichzeitig oberster Versicherungsaufseher der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Einen deutschen Nachfolger wird es nicht geben. Denn kandidieren darf nur, wer Chefaufseher in seinem Land ist. Der Verlust an Einfluss kommt in einer kritischen Phase: Die Solvency II genannte Reform der Eigenkapitalvorschriften steht noch aus – das Pendant der Versicherungsbranche zu den Basel-II-Regeln der Banken. Wer Steffen nachfolgt, ist noch offen.

Die deutschen Versicherer sähen Insidern zufolge gern den Portugiesen Gabriel Bernardino auf dem Posten. Die Französin Pauline de Chatillon gilt dagegen als rotes Tuch, weil sie als Projektleiterin für Solvency II den Zündstoff im Konflikt geliefert hatte.

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