Kopf-an-Kopf-Rennen: Clinton und McCain gewinnen Vorwahl in New Hampshire

Kopf-an-Kopf-Rennen: Clinton und McCain gewinnen Vorwahl in New Hampshire

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Freude über die gewonnene Vorwahl in New Hampshire (USA): Hillary Clinton, Präsidentschaftskandidatin der Demokraten. Diesmal hatte ihr parteiinterner Konkurrent Barack Obama das Nachsehen

Hillary Clinton hat im Rennen und die US-Präsidentschaftskandidatur der Demokraten TV-Sendern zufolge einen Überraschungserfolg gegen ihren parteiinternen Rivalen Barack Obama erzielt.

Es war eine Nacht der Überraschungen, ein US- Vorwahlkrimi, wie er im Buche steht. Der Senator von Arizona, John McCain, ließ gestern als Sieger der republikanischen Kandidatenkür für die Präsidentschaftswahl schon längst die Sektkorken knallen, da lieferten sich bei den Demokraten die beiden Erzrivalen Barack Obama und Hillary Clinton noch ein Kopf-an-Kopf- Rennen, mit dem niemand gerechnet hatte.

Auf der Woge seines Sieges bei der vorausgegangenen Abstimmung in Iowa getragen hatte der schwarze Senator bei Umfragen kurz vor der Vorwahl noch einen zweistelligen Vorsprung gehabt, während Hillary Clinton enttäuscht und erschöpft mit den Tränen kämpfte. Und dann das: „Lasst uns zusammen Amerika zu einem Comeback verhelfen, so wie New Hampshire mir zu einem Comeback verholfen hat“, rief eine strahlende Hillary Clinton am späten Abend ihren jubelnden Anhängern zu, von Müdigkeit und erst recht Tränen keine Spur. „Ich möchte ein Präsident werden, der das Volk an die erste Stelle setzt.“

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Schon kurz vorher hatte Obama gute Miene zum bösen Spiel gemacht und der Überraschungssiegerin des Abends zum „hart erfochtenen Sieg“ gratuliert, der nach ersten Analysen hauptsächlich den weiblichen Wählern zu verdanken ist. War Obama zweifellos tief enttäuscht, ließ er seine Anhänger dies nicht spüren. Er stehe nach wie vor „unter Strom“, versicherte der 46-Jährige unter dem Jubel seiner Gefolgsleute, bereit, sein Ziel mit Volldampf anzugehen. „Wir sind bereit, das Land in eine fundamental andere Richtung zu steuern. Es gibt kein Problem, das wir nicht lösen können.“

Das Duell zwischen Obama und Clinton drängte in den Hintergrund, dass es an diesem Wahltag noch ein anderes „Comeback Kid“ gab: McCain, noch vor kurzem im Rennen schon fast totgesagt. Chaos in seinem Wahlkampfteam, ein im Vergleich zu seinem republikanischen Hauptkonkurrenten Mitt Romney schon beinahe armseliges Spendenaufkommen - da gaben viele keinen Pfifferling mehr auf einen Erfolg des einstigen Vietnamkriegshelden. Aber McCains Rechnung ging auf: Statt seine Kräfte in Iowa, einem von vornherein für ihn aussichtslosen Pflaster, zu verschleißen und seine Spendendollar zu verschleudern, setzte er ganz auf ein Wiedererstehung wie Phoenix aus der Asche in New Hampshire. Er sei zwar zu alt, um als „Comeback Kid“ bezeichnet zu werden, scherzte der 71-Jährige in der Nacht vor seinen Fans. „Aber wir haben dem Land gezeigt, was sein wahres Comeback ist.“ Und so sahen es auch die Fans, die immer wieder skandierten: „Mac is back (Mac ist zurück)“. Schon am Mittwoch wollte McCain wieder mit seinem Wahlkampf-Bus, dem „Straight Talk Express“ (Express der klaren Sprache) durch die Lande rollen. Hillary Clinton wollte zusammen mit ihrem Gefolge „aufstehen, die Ärmel aufkrempeln und uns auf den Weg machen“. Und Obama steht, wie er sagte, weiter „unter Strom“. Keine Frage: Der Vorwahlkampf bleibt spannend.

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