Kriegsdrohungen: "Situation in Nordkorea ist heikel und schwierig"

Kriegsdrohungen: "Situation in Nordkorea ist heikel und schwierig"

Nordkorea lässt seine Atom-Muskeln spielen, während die USA Stärke demonstriert und Kampfflugzeuge sowie einen Zerstörer in die Konfliktregion schickt. China ruft dagegen zum Dialog auf.

Nordkorea heizt den Konflikt um sein Atomwaffenprogramm weiter an. Das kommunistische Land kündigte an, seinen abgeschalteten Fünf-Megawatt-Reaktor im Nuklearzentrum Yongbyon wieder in Betrieb nehmen zu wollen. Sämtliche Anlagen in Yongbyon, eingeschlossen des Reaktors und einer Anlage zur Urananreicherung, sollen „angepasst und neugestartet“ werden, zitierten die Staatsmedien die Generalabteilung für Atomenergie. Die Atomstreitmacht solle „in Qualität und Quantität“ verstärkt werden, zugleich solle die akute Stromknappheit behoben werden.

In dem Reaktor in Yongbyon hatte Nordkorea waffentaugliches Plutonium hergestellt. Im Rahmen einer Vereinbarung von 2007 zwischen Nordkorea, den USA, China, Südkorea, Japan und Russland wurden wesentliche Teile der Atomanlagen unbrauchbar gemacht.

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USA bringt Kriegsmaschinerie in Stellung

Angesichts der Kriegsdrohungen Nordkoreas verstärken die USA ihre militärische Präsenz in der Region. Neben hochmodernen Kampfflugzeugen mit Tarnkappentechnik schickt Washington Medienberichten zufolge auch einen mit Raketen bestückten Zerstörer ins Konfliktgebiet. Zudem solle ein schwimmendes Überwachungsradar näher an die nordkoreanische Küste herangebracht werden. Trotz der aggressiven Töne aus Pjöngjang sieht Washington aber keine unmittelbare Gefahr eines Angriffs. Es gebe keinen Hinweis darauf, dass Nordkoreas Führung die Truppen mobilisiere oder aufmarschieren lasse, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Jay Carney.

Goldmünzen Investor Jim Rogers wettet gegen Nordkorea

Nordkorea hat den Kriegszustand ausgerufen, vor allem Südkorea und die USA sind in Alarmbereitschaft. Investor Rogers glaubt bereits jetzt an die Niederlage Nordkoreas und wettet auf den Untergang des isolierten Landes.

Starinvestor Jim Rogers wettet gegen Nordkorea. Quelle: AP

Unterdessen warnte Südkorea den kommunistischen Norden in deutlicher Form vor möglichen Angriffen. Präsidentin Park Geun Hye wies die Streitkräfte an, auf militärische Provokationen des Nachbarlandes „ohne Rücksicht auf jede politische Abwägung“ prompt und strikt zu reagieren. Park berief eine Sitzung mit den für die Sicherheit und Außenpolitik zuständigen Ministern ein, wie die nationale Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf das Präsidialamt in Seoul berichtet. Auch der Geheimdienstchef habe an den Beratungen über „die Lage im In- und Ausland“ teilgenommen. China hat dagegen alle Parteien zum Dialog aufgerufen. Alle Seiten sollten ruhig bleiben und sich zurückhalten, sagte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Hong Lei, am Dienstag in Peking. „Die Situation auf der Halbinsel ist derzeit heikel und schwierig.“

Nordkorea ist auf dem Weg zur Nuklearmacht kaum zu stoppen

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„Ich fürchte, von diesem Weg, Nuklearmacht zu sein, wird sich Nordkorea kaum noch abbringen lassen“, sagte der CDU-Außenpolitiker Ruprecht Polenz. Zwar werde die internationale Gemeinschaft dies versuchen. Aber er sei „sehr skeptisch, ob das in diesem Fall gelingt“, so der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestags. Die wirtschaftlichen Fähigkeiten des kommunistischen Landes reichten nicht mehr aus, um seine umfangreichen konventionellen Streitkräfte so wie bisher aufrechtzuerhalten. „Es sind eine Million Mann unter Waffen. Das ist natürlich auch ökonomisch sehr teuer. Deshalb verlegt man sich stärker auch auf die nukleare Komponente.“ Dadurch wolle Nordkorea Prestige nach außen und Stabilität nach innen gewinnen, sagte Polenz.

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