Kriminalität: Blitzentführung in Caracas

Kriminalität: Blitzentführung in Caracas

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Mitglieder der kolumbianischen Rebellenorganisation Farc. Die Guerilla-Gruppe steht im Verdacht Germán García-Velutini

von Alexander Busch

Wie Germán García-Velutini 343 Tage Entführung überstand.

Blitzentführungen sind zahlreich geworden in Caracas – am Aschermittwoch vor drei Jahren erwischte es Germán García-Velutini, Teilhaber und Präsident der Banco Venezolano de Credito. Die Täter wurden nie gefunden, doch das Opfer verdächtigt die kolumbianische Narco-Guerilla Farc oder die baskische Eta. Beide Gruppen werden in Venezuela toleriert. Der Banker ist überzeugt, die Regierung habe die Aktion stillschweigend toleriert.

Eine Woche später zurück im Büro

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Sein Gefängnis – ein Holzverschlag – wurde mit zwei Kameras überwacht. Tags wird er permanent mit Latino-Pop beschallt, nachts legen die Kidnapper ruhigere Musik auf. 343 Tage dauert das Martyrium. Zu lesen bekommt das Opfer eine George-Soros-Biografie und eine Bibel. Der gläubige Katholik findet in der heiligen Schrift neue Kraft.

Ein Lösegeld wird bezahlt – wie viel, will García-Velutini nicht sagen. Am 3. Februar 2009 schneiden ihm die Entführer die Haare, sedieren ihn und setzen ihn mit Kleingeld für ein Taxi auf einer Parkbank in Caracas ab. Am nächsten Tag ertönt ein Hupkonzert im Geschäftsviertel von Caracas, als über Twitter die Kunde von seiner Freilassung die Runde macht. Eine Woche später sitzt der Banker wieder an seinem Arbeitsplatz.

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