Krise im Irak: US-Soldaten greifen IS erstmals nahe Bagdad an

Krise im Irak: US-Soldaten greifen IS erstmals nahe Bagdad an

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Eine Maschine der US-Marines.

Nachdem die US-Luftwaffe bisher nur im Norden des Iraks Angriffe gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) flog, wagt sie sich nun näher an die Hauptstadt Bagdad.

Die USA haben eine neue Phase im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Irak eingeläutet. Erstmals bombardierte die US-Luftwaffe ein Ziel südwestlich der Hauptstadt Bagdad, um irakischen Truppen zu unterstützen. US-Kampfflugzeuge hatten die Extremisten zuvor lediglich im Norden des Landes angegriffen, wo diese große Gebiete kontrollieren. Mit den Angriffen sollten unter anderem bedrohte Minderheiten geschützt werden.

In seiner „Rede an die Nation“ hatte US-Präsident Barack Obama vergangene Woche verstärkte Angriffe auf IS-Stellungen angekündigt. Am Dienstag wollen US-Verteidigungsminister Chuck Hagel und Generalstabschef Martin Dempsey die Strategie der Vereinigten Staaten gegen die IS-Terroristen bei einer Senatsanhörung in Washington erläutern. Mehr als 20 Länder wollen sich dem Kampf gegen die Extremisten anschließen.

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Wie das US-Zentralkommando mitteilte, ist die Attacke auf die IS-Stellung nahe Bagdad vom Montag der erste Schritt des von Obama angekündigten „ausgeweiteten“ Einsatzes gewesen. Ziel war es demnach, den irakischen Truppen beim Start einer Offensive zu helfen. Ein Vorrücken von IS-Kämpfern in Richtung Bagdad sei nicht der Grund des Angriffs gewesen.

Fahrzeuge durch Angriff zerstört
Der US-Sender CNN zitierte einen US-Regierungsvertreter, wonach der Angriff rund 35 Kilometer entfernt von der Hauptstadt erfolgte. Nach Angaben des Militärs wurden am Sonntag bei Luftangriffen in der Sindschar-Region zudem sechs IS-Fahrzeuge zerstört.
Die Terrormiliz rekrutiert nach Informationen der Zeitung „New York Times“ zunehmend auch in der Türkei neue Mitglieder. Bis zu 1000 Türken hätten sich bislang der Extremistengruppe angeschlossen, berichtete das Blatt am Montag (Ortszeit) unter anderem unter Berufung auf türkische Regierungsangaben. Die neuen Kämpfer fühlten sich sowohl von der Ideologie der Miliz als auch von der Bezahlung angezogen. Das Blatt berichtete von einem 27-jährigen Türken, der nach einer 15-tägigen Basisausbildung im syrischen Al-Rakka einer Kampfeinheit zugewiesen wurde. Er habe bereits zwei Männer erschossen und an einer öffentlichen Hinrichtung teilgenommen.

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