Krise in der Ukraine: Spezialeinheiten räumen besetztes Gebäude in Ostukraine

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Krise in der Ukraine: Spezialeinheiten räumen besetztes Gebäude in Ostukraine

Der Westen blickt besorgt auf die Entwicklung in der Ostukraine. Dort proben prorussische Separatisten knapp sieben Wochen vor der Präsidentenwahl den Aufstand. Washington und Moskau vereinbaren einen neuen Anlauf für eine diplomatisch Lösung,

Nach dem Sturm prorussischer Kräfte auf öffentliche Gebäude in der Ostukraine ist es am Montagabend zu heftigen Auseinandersetzungen mit ukrainischen Sicherheitskräften gekommen. Spezialeinheiten räumten in der Millionenstadt Donezk ein von moskautreuen Kräften besetztes Geheimdienstgebäude. Auch in der zweitgrößten Stadt Charkow kam es zu Zusammenstößen. Demonstranten besetzten einen Fernsehsender. Ob die Spezialeinheiten auch gegen weitere besetzte Verwaltungsgebäude im russischsprachigen Osten vorgehen würden, war zunächst unklar.

Die USA und Russland vereinbarten angesichts der angeheizten Lage in der Ukraine einen neuen Anlauf für eine diplomatische Lösung der Krise. US-Außenminister John Kerry und sein russischer Amtskollege Sergej Lawrow einigten sich nach Angaben aus Washington telefonisch auf direkte Gespräche. An dem Treffen innerhalb der nächsten zehn Tage sollten auch Vertreter der Europäischen Union und der Ukraine teilnehmen, teilte das US-Außenministerium am Montag mit.

Kerry habe Lawrow dazu gedrängt, sich von den „Separatisten, Saboteuren und Provokateuren“ zu distanzieren. Die Aktionen seien anscheinend keine „spontane Reihe von Ereignissen“, sondern eine „orchestrierte Kampagne mit russischer Unterstützung“. Jeder weitere Versuch Moskaus, die Ex-Sowjetrepublik zu destabilisieren, werde „weitere Kosten“ nach sich ziehen. In der Stadt Donezk hatten die Besatzer des Gebäudes der Gebietsverwaltung am Montag eine souveräne Volksrepublik ausgerufen. Sie kündigten spätestens für den 11. Mai ein Referendum über einen Anschluss an Russland an - nach dem Vorbild der Schwarzmeer-Halbinsel Krim. Zudem forderten die Protestierer Kremlchef Wladimir Putin auf, „Friedenssoldaten“ zu entsenden.

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Quelle: dpa


Anders als auf der Krim gibt es in den ostukrainischen Gebieten an der Grenze zu Russland aber keine Mehrheit für einen Beitritt zur Russischen Föderation. Zudem hat Moskau die selbst ernannte Vertretung bisher nicht anerkannt und hat auch - im Gegensatz zur Schwarzmeerflotte auf der Krim - keine Truppen dort stationiert. Präsident Barack Obamas Sprecher Jay Carney sprach von „starken Hinweisen“, dass zumindest einige der prorussischen Kräfte bezahlt worden seien. Er wiederholte Obamas Worte, der bei neuen Interventionen Russlands in der Ukraine mit „weiteren Konsequenzen“ gedroht hatte. Eine offene oder heimliche Intervention in der Ost-Ukraine bedeute eine „ernsthafte Eskalation“. Moskau wies jede Verantwortung zurück. „Genug der Anschuldigungen gegen Russland, das für alle aktuellen Probleme der Ukraine verantwortlich gemacht wird“, teilte das Außenamt in Moskau mit.

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