Kritik an Mitarbeiter und Bischöfe: Trumps Ex-Stratege Bannon zieht ins Feld

Kritik an Mitarbeiter und Bischöfe: Trumps Ex-Stratege Bannon zieht ins Feld

, aktualisiert 08. September 2017, 03:20 Uhr
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Stephen Bannon, Ex-Chefstratege des US-Präsidenten, greift Weiße-Haus-Mitarbeiter und katholische Bischofe an. Wer nicht möge, was Trump macht, solle zurücktreten. Den Bischöfen unterstellt er wirtschaftliche Interessen.

Quelle:Handelsblatt Online

Mit seinem Abgang versprach Stephen Bannon, er werde für den US-Präsidenten „in den Krieg ziehen“. Nun ist er zum nächsten Zug übergegangen: Der Ex-Chefstratege von Trump attackiert Weiße-Haus-Mitarbeiter und Bischöfe.

WashingtonDonald Trumps früherer Chefstratege Stephen Bannon hat öffentliche Kritik von Mitarbeitern des Weißen Hauses am Präsidenten verurteilt. „Wenn Sie nicht mögen, was er macht und Sie dem nicht zustimmen, dann haben Sie eine Verpflichtung zum Rücktritt“, sagte Bannon dem Fernsehsender CBS. Man könne dem Präsidenten einen besseren Weg vorschlagen, wer aber mit ihm breche, müsse abtreten.

Insbesondere kritisierte Bannon Trumps Wirtschaftsberater Gary Cohn, der moniert hatte, dass der Präsident nach der tödlichen Gewalt bei einer rechten Demonstration in Charlottesville „beide Seiten“ für den Tod einer Frau verantwortlich machte. Cohn hätte unbedingt zurücktreten müssen, sagte Bannon, der im August das Weiße Haus verlassen hatte. Bannons Unterstützer glauben, Cohn und andere hätten Trump dazu gedrängt, Bannon fallen zu lassen.

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Bannon knöpfte sich auch die katholischen Bischöfe vor, die Trumps Entscheidung kritisieren, ein Programm zum Schutz junger Einwanderer vor Ausweisungen zu beenden. Die Bischöfe hätten ein wirtschaftliches Interesse an unbegrenzter und ungesetzlicher Zuwanderung, das nichts mit der christlichen Lehre zu tun habe: Sie „brauchen illegale Ausländer, um die Kirchen zu füllen“, sagte Bannon.

Dagegen sagte der Leiter des Zentrums für Zuwanderungsstudien, die Haltung der US-Bischöfe in dieser Frage beruhe auf 2000 Jahren Kirchenlehre. „Für sie ist das letztlich eine Gerechtigkeitsfrage“, sagte Kevin Appleby.

Quelle:  Handelsblatt Online
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