Landwirtschaft: Fischer Boel: EU fährt Agrarsubventionen weiter runter

Landwirtschaft: Fischer Boel: EU fährt Agrarsubventionen weiter runter

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EU-Kommissarin für Landwirtschaft, Mariann Fischer Boel

EU-Landwirtschaftskommissarin Mariann Fischer Boel will die Agrarsubventionen weiter von der Produktion abkoppeln und dazu Vorschläge bei der Vorlage zu Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) am nächsten Dienstag machen.

„Mit den Vorschlägen der kommenden Woche werden wir die Zahlungen weiter von der Produktion entkoppeln. Produktbezogene Direkthilfen gibt es nur für Mutterkühe, Schafe und Ziegen – weil die billiger sind als Rasenmäher!“, sagte Fischer Boel im Gespräch mit der WirtschaftsWoche. „Frankreich zahlt eine Direkthilfe für Getreide, die absolut nicht nötig ist. Das wollen wir künftig nicht mehr.“

Die Subventionen sollen insgesamt auf ein Niveau von unter 30 Prozent der bäuerlichen Einkünfte sinken. Die Kommissarin sieht trotz der steigenden Nahrungsmittelpreise und zunehmenden Spekulationen mit landwirtschaftlichen Gütern keinen Grund, dass die EU eingreift. „Ich glaube an Märkte und wehre mich dagegen, alle Details unserer Gesellschaft zu regulieren.“ Sie räumt ein, dass auch durch die Spekulation die Preise in die Höhe getrieben werden: „Daran habe ich keinen Zweifel, auch wenn ich nicht genau sagen kann, wie stark dieser Effekt ausfällt.

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Doch die Zahl der Finanzprodukte im Agrarbereich ist dramatisch gestiegen.“ Doch diese gestiegenen Preise würden auch zunehmend die Landwirte stimulieren, die Ernten zu steigen. Für 2008 rechnet sie mit deutlich steigenden Erntemengen. „In diesem Jahr dürften sich die Preise auf hohem Niveau stabilisieren, aber unter den bisherigen Spitzenwerten. Die Getreideernte in Europa dürfte um zehn Prozent steigen – höhere Preise stimulieren die Produktion. Dieser Grundsatz gilt auch für die Landwirtschaft.“

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