Langjähriger Gouverneur von New York: Mario Cuomo ist tot

Langjähriger Gouverneur von New York: Mario Cuomo ist tot

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Mario Cuomo ist gestorben

Mario Cuomo galt als sprachgewandter als alle anderen US-Politiker seiner Zeit. Trotzdem ließ er seinem Parteikollegen Bill Clinton einst den Vortritt auf dem Weg ins Präsidentenamt. Nun ist Cuomo gestorben.

Der langjährige Gouverneur des Bundesstaates New York, Mario Cuomo, ist im Alter von 82 Jahren gestorben. Das Büro seines Sohnes, des amtierenden Gouverneurs Andrew Cuomo, bestätigte den Tod des früheren New Yorker Oberhauptes am Donnerstag - und damit ausgerechnet am Tag des Beginns der zweiten Amtszeit von Cuomo junior.

Mario Cuomo sei eines natürlichen Todes gestorben, erklärte das Gouverneursbüro. Zuvor hatten ihn Ärzte seit längerem wegen Herzproblemen behandelt. In seinen letzten Minuten sei er von Mitgliedern seiner Familie umgeben gewesen, hieß es.

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US-Präsident Barack Obama nannte Cuomo in einer Erklärung „einen entschlossenen Meister der fortschrittlichen Werte, und eine unerschrockene Stimme für Toleranz, Integrität, Gerechtigkeit, Würde und Opportunität“. Seine Geschichte zeige, dass die Amerikaner ein Volk seien und der Erfolg des Landes durch alle US-Bürger ermöglicht worden sei, nicht nur durch einige wenige.

Berühmte Rede „Geschichte der zwei Städte“

Cuomo, ein Sohn italienischer Einwanderer, war zwischen 1983 und 1994 Gouverneur von New York und galt während seiner drei Amtsperioden als eloquenter Sprecher einer Generation von liberalen Demokraten. Landesweit wurde er für seine Redefähigkeiten gefeiert. Sein Ruf als Ausnahmeredner wurde gefestigt durch seine „Geschichte der zwei Städte“-Grundsatzrede, in der er im Jahr 1984 über die Dinge berichtete, die er als Sohn eines Lebensmittelhändlers in New York City gelernt hatte.

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Mario Cuomo trat einst für Bill Clinton auf dem Weg zum US-Präsidenten beiseite.

Sowohl 1988 als auch 1992 galt er als möglicher demokratischer Präsidentschaftskandidat, hielt sich letztendlich aber beide Male aus dem Rennen um das höchste Amt der Vereinigten Staaten heraus. Er zermarterte sich jeweils so sehr den Kopf darüber, ob er ins Rennen um das Weiße Haus einsteigen solle, dass er als „Hamlet vom Hudson River“ bezeichnet wurde.

Weg frei für Bill Clinton

Im Jahr 1991 saß Cuomo in einem Flugzeug, das auf der Rollbahn des Albany-Airports im Leerlauf stand. Statt mit diesem nach New Hampshire zu fliegen und in den Kampf um die Spitzenkandidatur der Demokraten einzutreten, verließ er die Maschine in letzter Minute. Damit ließ er die Tür zur Präsidentschaft offen für den weniger bekannten Gouverneur von Arkansas, Bill Clinton.

Seinen letzten öffentlichen Auftritt hatte Cuomo im November, als sein Sohn als Gouverneur von New York wiedergewählt wurde. Der gebrechlich wirkende Patriarch und sein Sprössling hoben ihre Arme in einer Siegespose. Am Donnerstag kam Mario Cuomo dann nicht zur Rede des derzeitigen Amtsträgers, weil er sich nicht gut fühlte.

Andrew Cuomo sprach dennoch von seinem Vater. „Er ist im Herzen und Geiste jedes Einzelnen, der hier ist. Er ist hier und er ist hier, und seine Inspiration und sein Erbe und seine Erfahrung sind, was diesen Staat an diesen Punkt gebracht hat. Also lasst uns ihm Applaus geben“, sagte der Gouverneur.

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