Lebensmittelpreise: Weitere Millionen gegen Hunger

Lebensmittelpreise: Weitere Millionen gegen Hunger

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Preissteigerungen haben in vielen Ländern Afrikas in den vergangenen Wochen selbst Grundnahrungsmittel zu Luxusgütern gemacht

Angesichts der weltweiten Preisexplosion für Lebensmittel stellen die USA und Deutschland zusätzliche Millionenhilfen bereit. US-Präsident George W. Bush ordnete eine Sonderhilfe von 200 Millionen Dollar (126 Millionen Euro) an.

Bundesentwicklungs-hilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul kündigte weitere zehn Millionen Euro für das Welternährungsprogramm an. Für Deutschland forderte die Grünen-Politikerin Ulrike Höfgen eine Anhebung des Regelsatzes für Kinder von Hartz-IV-Empfängern. „2,57 Euro pro Tag reichen hinten und vorne nicht, um Heranwachsende bei steigenden Preisen ausgewogen zu ernähren“, sagte Höfken, die auch Vorsitzende des Agrar-Ausschusses im Bundestag ist, der „Saarbrücker Zeitung“.

Außerdem müssten Kinder aus sozial schwachen Haushalten endlich in allen Kindergärten und Schulen eine kostenlose Mahlzeit bekommen. Die Landwirte treffe an der Preisentwicklung keine Schuld, denn auch Energie und Transport hätten sich verteuert, wurde die Abgeordnete zitiert.

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USA sind Hauptgeber

In den USA wies Bush Landwirtschaftsminister Ed Schafer an, die zusätzlichen 200 Millionen Dollar aus einem Sonderfonds des Ministeriums für Lebensmittelreserven zu entnehmen, wie die Sprecherin des Weißen Hauses, Dana Perino, in Washington mitteilte. Schon jetzt leisteten die Vereinigten Staaten mehr Lebensmittelhilfe als jedes andere Land in der Welt.

Wieczorek-Zeul für Abschaffung der Agrarsubventionen

Entwicklungsministerin Wieczorek-Zeul sagte der „Berliner Zeitung“: „Wir finanzieren das Programm regulär mit 23 Millionen Euro, haben im März bereits zusätzlich drei Millionen Euro zu Verfügung gestellt und werden diese Summe noch einmal um zehn Millionen Euro erhöhen.“ Der Nothilfe für das UN-Welternährungsprogramm müssten aber mittel- und langfristige Maßnahmen folgen.

Nicht nur die internationalen Geber, sondern auch die von der Nahrungsmittelknappheit und dem Preisanstieg betroffenen Länder müssten wieder stärker in die Landwirtschaft investieren und ihre Nahrungsmittelproduktion erhöhen, wurde die SPD-Politikerin zitiert. Außerdem sollte diese Krise zum Anlass genommen werden, die Agrarexportsubventionen abzuschaffen. „Sie sind ein Hemmnis und demotivierend für die Bauern in Entwicklungsländern“, sagte die Ministerin.

UN fordert internationale Anstrengungen

Zuvor hatte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zur Abwehr der global eskalierenden Lebensmittelkrise umfassende internationale Anstrengungen gefordert. Auch Weltbank-Präsident Robert Zoellick forderte am Wochenende die Regierungen in aller Welt auf, bis zum 1. Mai für das UN-Ernährungsprogramm (WFP) 500 Millionen Dollar (fast 320 Millionen Euro) bereitzustellen.

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