Leitzins unverändert: Fed drosselt Anleihekäufe weiter

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Leitzins unverändert: Fed drosselt Anleihekäufe weiter

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Die US-Notenbank Fed.

Die amerikanische Notenbank lässt den Leitzins weiterhin auf seinem Rekordtief. Spekulationen über eine baldige Zinserhöhung hatten zuvor die Börsen belastet.

Die US-Notenbank Fed hat wie erwartet ihre Anleihekäufe weiter reduziert. Wie der für die Geldpolitik zuständige Offenmarktausschuss am Mittwochabend mitteilte, werden die Käufe von Staatsanleihen und Hypothekenpapieren um weitere zehn Milliarden auf nun 25 Milliarden Dollar reduziert. Den Leitzins beließ die Notenbank dagegen wie erwartet auf seinem Rekordtief von null bis 0,25 Prozent.

Zuvor hatten Spekulationen über eine frühere Zinserhöhung die Wall Street gebremst. Grund für die Phantasien waren gute Konjunkturdaten. Das Bruttoinlandsprodukt legte von April bis Juni aufs Jahr hochgerechnet um vier Prozent zu, Analysten hatten mit drei Prozent gerechnet. Die unerwartet deutliche Zunahme der amerikanischen Wirtschaftskraft hatte die US-Börsen zunächst in Schwung gebracht. Doch die Standardwerte gaben ihre frühen Gewinne im Handelsverlauf wieder ab, als Spekulationen auf eine baldige Anhebung der US-Leitzinsen aufkamen. Sie belasteten auch die europäischen Aktienmärkte.

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In New York notierte der Dow-Jones-Index 0,3 Prozent leichter bei 16.859 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gab 0,2 Prozent auf 1966 Zähler nach. Die Technologiebörse Nasdaq hielt sich dank Aufschlägen bei Biotech-Unternehmen im positiven Bereich und tendierte 0,3 Prozent höher. In Frankfurt schloss der Dax 0,6 Prozent niedriger bei 9593 Punkten.

Der BIP-Zuwachs sei verblüffend groß gewesen, sagte Mark Luschini, Investmentstratege beim Anlagehaus Janney Montgomery Scott. "Er hat Befürchtung geschürt, dass die Fed ihre Politik ändern könnte." Das Ende der Nullzinspolitik wurde bislang für Mitte 2015 erwartet. Die lockere Geldpolitik der US-Notenbanker gilt als einer der Haupttreiber der langjährigen Hausse an den Börsen.

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"Die heutigen Zahlen untermauern das Szenario einer robusten Expansion der US-Wirtschaft", sagte auch Helaba-Analyst Johannes Jander. Daher rechnete der Experte bei der Fed-Sitzung am Abend damit, dass die Währungshüter ihr Anleiherückkaufprogramm weiter drosseln.

Zu den größten Gewinnern an der Wall Street zählten Twitter mit einem Plus von gut 20 Prozent. Der Kurznachrichtendienst wächst schneller als erwartet. Im zweiten Quartal stieg die Zahl der Nutzer um fast ein Viertel auf 271 Millionen. Gleichzeitig verbuchte der Konzern mehr als doppelt so hohe Werbeeinnahmen wie vor einem Jahr. Das dämpfte Sorgen der Anleger, das Unternehmen könnte den Anschluss an den deutlich größeren Rivalen Facebook endgültig verlieren. Facebook notierten 1,5 Prozent fester.

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