Lenovo-Chef Bill Amelio im Interview: "Gute Rendite"

Lenovo-Chef Bill Amelio im Interview: "Gute Rendite"

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Bill Amelio, CEO des chinesischen Computerherstellers Lenovo

Bill Amelio, CEO des Computerherstellers Lenovo, über den Nutzen des Olympia-Sponsorings und seine Expansionsstrategie.

Herr Amelio, Ihr Unternehmen Lenovo war der einzige weltweite chinesische Sponsor der Olympischen Spiele. Hat sich das Engagement gelohnt?

Wir haben die gesamte IT-Struktur für die Spiele in Peking aufgebaut. Insgesamt hatten wir 30000 Computer und Laptops in den Olympiastätten und den dazugehörigen Einrichtungen wie etwa dem Pressezentrum installiert. Das Wichtige ist aber, dass die ganze Welt gesehen hat, dass es während der zwei Wochen keine einzige Panne gegeben hat. Auch unsere Kunden und potenziellen Kunden aus dem In- und Ausland haben das gesehen. Der Imagegewinn für Lenovo was Zuverlässigkeit angeht war durch die Spiele enorm. Die Wahrnehmung unserer Marke hat international stark zugenommen.

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In China ist Lenovo bekannt, im Ausland dagegen noch nicht. Wie hat sich das durch die Spiele geändert?

Unabhängige Agenturen, die die Medienpräsenz der Sponsoring-Unternehmen untersucht haben, haben herausgefunden, das Lenovo von allen internationalen Sponsoren die meiste Aufmerksamkeit von TV-Sendern, Zeitungen und Hörfunk bekommen hat. Begleitend haben wir während der Spiele in den USA eine ganze Serie von Werbekampagnen gemacht. Ich glaube, dass die Bekanntheit unserer Marke im Ausland durch unser Engagement bei den Spielen kräftig gestiegen ist.

Nach den Spielen in Peking hat sich Lenovo vom Olympia-Sponsoring zurückgezogen. In London 2012 werden Sie nicht mehr dabei sein. Sind Sie nun bekannt genug?

Peking war eine große Coming-Out-Party für Lenovo. Wir wollen künftig aber weniger globale Veranstaltungen unterstützen, sondern lokal begrenzte Events. Wir sind beispielsweise in der Formel I aktiv, indem wir den Rennstall Williams sponsern. Das ist zwar auch eine globale Veranstaltung. Aber die Rennen finden in vielen verschiedenen Ländern statt. Dadurch erzielen wir eine große Wirkung bei der Verbreitung unserer Marke in bestimmten Märkten. Vor allem in Europa haben wir mit unserem Formel I-Engagement großen Erfolg.

Nochmal: Im Vergleich zu Ihren Konkurrenten Dell, Hewlett-Packard und Acer hängen Sie noch deutlich hinterher. Müssten Sie, um aufzuholen, nicht weiter machen bei Olympia?

Wir haben Turin und Peking gemacht, und das war erfolgreich. Jetzt wollen wir uns auf Schlüsselmärkte konzentrieren. Da gucken wir vor allem auch auf Schwellenländer. 70 Prozent der Zuwächse bei der Nachfrage nach Computern kommen aus Schwellenländern. In diesen Ländern müssen wir unseren Namen jetzt fest etablieren. Ich rede von Indien, Brasilien, Russland und der Türkei.

Wird sich Lenovo künftig stärker auf Schwellenländer als auf die entwickelten Märkte konzentrieren?

In den Schwellenländern ist das Wachstum am größten. Die Chance ist darum groß für uns, der führende Anbieter in Schwellenländern zu werden. Gleichzeitig wollen wir natürlich auch in den entwickelten Märkten unsere Position ausbauen, besonders beim Geschäft mit Privatkunden. Der Verkauf an Geschäftskunden läuft weltweit schon sehr gut. In den USA und Frankreich sind wir auch schon ins Geschäft mit Privatkunden eingestiegen.

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