_

Libor-Affäre: Geithner verteidigt Verhalten der USA

Quelle: Handelsblatt Online

US-Finanzminister Timothy Geithner hat das Verhalten der amerikanischen Behörden in der Libor-Affäre verteidigt. Sie hätten bei dem Zinsmanipulations-Skandal früh und mit Nachdruck gehandelt, so Geithner.

US-Finanzminister Timothy Geithner verteidigte das Vorgehen der US-Behörden in der Libor-Affäre. Quelle: AFP
US-Finanzminister Timothy Geithner verteidigte das Vorgehen der US-Behörden in der Libor-Affäre. Quelle: AFP

New YorkIn der Affäre um Zinsmanipulationen durch Großbanken hat US-Finanzminister Timothy Geithner das Verhalten der USA verteidigt. Die amerikanischen Behörden hätten sehr früh auf Befürchtungen reagiert, dass die Festlegung des Referenzzinssatzes Libor beeinflusst werde oder anfällig für Fehlinterpretationen sei, sagte Geithner am Mittwoch bei einer Investorenkonferenz in New York.

Anzeige

Die Behörden hätten mit Nachdruck gehandelt, was nun Früchte trage. Der damalige Regionalchef und heutige US-Finanzminister hatte im Juni 2008 dem BoE-Chef Mervyn King in einer privaten E-Mail sechs Möglichkeiten nahegelegt, mit deren Hilfe die Glaubwürdigkeit des Libor-Satzes gestärkt werden sollte.

Die Bank of England hatte die Vorschläge des Notenbankers an den für den Libor zuständigen britischen Bankenverband BBA weitergeleitet. Allerdings wurde davon nur wenig umgesetzt. Offen ist zudem, was die Regulierungsbehörden in den USA und Großbritannien seitdem unternommen haben, um die Probleme mit dem Zinssatz anzugehen. Geithner räumte ein, die Reaktion auf seine Hinweise sei unzureichend gewesen.

Weltweit laufen in der Sache Ermittlungen gegen mehr als ein Dutzend Großbanken, darunter auch die Deutsche Bank, UBS, JPMorgan, Bank of America oder Citi. Ihnen wird vorgeworfen, von 2005 bis 2009 den Zinssatz Libor und andere Marktzinsen mit falschen Angaben manipuliert zu haben, um ihre wahren Refinanzierungskosten zu verschleiern und Handelsgewinne einzustreichen.

Als erstes Haus hat Barclays ein Fehlverhalten eingeräumt und sich mit Behörden in den USA und Großbritannien auf eine Geldbuße von einer halben Milliarde Dollar geeinigt.

weitere Fotostrecken

Blogs

Flattern auf der Stelle
Flattern auf der Stelle

Die SPD feiert pompös 150 Jahre Vergangenheit – und hat keine Zukunft, weil sie sich erst vergessen und dann selbst...

Das Aktuelle Heft

Wirtschaftswoche

WirtschaftsWoche 21 vom 18.05.2013

iTunes Vorschau - WirtschaftsWoche

    Folgen Sie uns im Social Web

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.