Libyen-Einsatz: Schlacht der Debütanten

Libyen-Einsatz: Schlacht der Debütanten

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Britischer Eurofighter EF-2000 Typhoon

von Thomas Stölzel

In Libyen kommen viele Waffentypen erstmals zum Kampfeinsatz. Und kampferprobte Modelle lassen sich später besser verkaufen. Für Europas und Amerikas Rüstungswirtschaft ist der Libyen-Konflikt auch eine riesige Waffenshow.

60 Milliarden Dollar setzt die Rüstungsindustrie weltweit mit Kampfjets um – jedes Jahr.  Dabei lassen sich Flugzeuge mit Kampfeinsätzen besser verkaufen als solche Modelle, die nur Test- und Übungsflüge vorweisen können. Besonders Frankreich gilt als erpicht, seine Rafale-Jets im Libyen einzusetzen, um ihnen das Prädikat "Im Kampf erprobt" zu verpassen. Zurzeit sind mehrere Länder auf der Suche nach neuen Jägern, darunter Indien, Brasilien, Dänemark, Griechenland, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, der Oman, Katar und Kuwait.

126 Kampfjets will allein Indien demnächst ordern, ein Auftrag über zehn Milliarden Dollar. Neben der Rafale bewerben sich auch der unter anderem von EADS gebaute Eurofighter, Lockheed Martins F-16, Boeings F/A-18 und Saabs Gripen. Auch hier gilt: Jeder Luftkampf und Luft-Boden-Angriff zählt. Trotzdem sind Bestellungen von Kampfjets sehr diplomatische Entscheidungen, denn der Käufer muss sich sicher sein, dass er über Jahrzehnte Ersatzteile erhält und das Herstellerland ihm so lange gewogen bleibt.

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161 Tomahawk-Raketen haben die USA und Großbritannien in den ersten Tagen des libyschen Konflikts abgefeuert. Das ist ein gutes Geschäft für die amerikanische Raytheon Corporation, den Hersteller der satellitengesteuerten Bomben: Eine Tomahawk kostet 1,41 Millionen Dollar, ergibt zusammen eine Viertelmilliarde Dollar. Amerika und Großbritannien werden nun ihre Tomahawk-Lager wieder auffüllen.

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