Libyen und Ägypten: Tote bei Anschlag auf Botschaft und Bombenexplosion

Libyen und Ägypten: Tote bei Anschlag auf Botschaft und Bombenexplosion

, aktualisiert 12. April 2015, 12:32 Uhr
Bild vergrößern

Militärbasis in Libyen: In dem Land tobt knapp vier Jahre nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar Gaddafi ein Bürgerkrieg zwischen zwei rivalisierenden Regierungen und deren Milizen.

Bei einem Anschlag auf die südkoreanische Botschaft in Tripolis sind zwei Menschen getötet worden. Auch in Ägypten sterben fünf Soldaten bei einer Bombenexplosion. Dahinter könnten IS-Extremisten stehen.

Bei einem Anschlag auf die südkoreanische Botschaft in der libyschen Hauptstadt Tripolis sind zwei Menschen getötet worden. Bei den Opfern handele es sich um einheimische Wachleute, sagte ein Vertreter der Regierung in Seoul. Unbekannte Angreifer hätten am Sonntag aus einem Auto heraus auf den Botschaftskomplex gefeuert. Ein weiterer Wachmann sei verletzt worden. Der Nachrichtenagentur Xinhua zufolge vermuteten libysche Sicherheitsbehörden, dass die Attentäter zur Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) gehören. In Libyen tobt knapp vier Jahre nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar Gaddafi ein Bürgerkrieg zwischen zwei rivalisierenden Regierungen und deren Milizen.

In dem Chaos fassen radikal-islamische Gruppen wie die IS-Miliz immer stärker Fuß. Der sogenannte Islamische Staat (IS) hat in Teilen Syriens und des Iraks ein Kalifat ausgerufen.

Anzeige

Bombenanschlag in Ägypten

Auch in Ägypten ist es zu Gewaltattacken gekommen: Im Norden der ägyptischen Halbinsel Sinai sind bei einem Bombenanschlag auf ein Militärfahrzeug fünf Soldaten getötet worden. Die Soldaten seien in der Nähe der Stadt Scheich Suweid unterwegs gewesen, als ein Sprengsatz gezündet worden sei, verlautete am Sonntag aus Sicherheitskreisen. Drei weitere Militärangehörige seien verletzt worden. Wer für das Attentat verantwortlich ist, war zunächst unklar. In der Region verüben Islamisten häufig Anschläge.

weitere Artikel

Zu ähnlichen Attentaten hat sich in der Vergangenheit die ägyptische Gruppe "Sinai Provinz" bekannt, die mit der Extremisten-Miliz Islamischer Staat (IS) verbündet ist. Die Gruppe hatte im vergangenen Jahr der IS-Miliz, die im Irak und in Syrien weite Gebiete kontrolliert, Gefolgschaft geschworen und ihren alten Namen Ansar Bajt al-Makdis abgelegt.

Nach dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi im Juli 2013 durch das Militär kam es im Norden der Halbinsel Sinai wiederholt zu massiven Unruhen. Hunderte Angehörige der Sicherheitskräfte wurden getötet. Präsident Abdel Fattah al-Sissi, der seinerzeit Armeechef war, geht heute massiv gegen die verbotene Muslimbruderschaft vor, die Mursi unterstützt hat.

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%